50 Besucher kamen zu Feier im Freien

Kespergottesdienst in Witzenhausen: Kirmes macht vor der Kirche Halt

Unter freiem Himmel fand der Gottesdienst anlässlich der Witzenhäuser Kesperkirmes am Sonntag statt. So konnten Hygienevorschriften und Abstandsregelungen eingehalten werden.
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Unter freiem Himmel fand der Gottesdienst anlässlich der Witzenhäuser Kesperkirmes am Sonntag statt. So konnten Hygienevorschriften und Abstandsregelungen eingehalten werden.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Witzenhäuser Kesperkirmes am Wochenende nahezu ausschließlich im Internet statt. Lediglich der traditionelle Kespergottesdienst konnte am Sonntag in gewohnter Manier gefeiert werden – wenn auch freiem Himmel.

Dass sich am Sonntagvormittag trotz strahlenden Sonnenscheins und angenehmer Temperaturen nur knapp 50 Witzenhäuser auf dem Kirchhof vor der Liebfrauenkirche einfanden, war schon etwas verwunderlich. Immerhin war der Gottesdienst in der offiziellen Werbebroschüre der Touristinformation zur „Kesperkirmes Spezial 2020“ als Festgottesdienst beworben worden. „Wir sind stolz, dass die Kesperkirmes in diesem Jahr vor unserer Kirche Halt gemacht hat“, betonte Pfarrer Frieder Brack dennoch und begrüßte Kirschenkönigin Sophia, die zusammen mit ihrem Gefolge in der ersten Reihe Platz genommen hatte.

Das war es dann aber auch schon weitgehend mit dem Bezug zum beliebten Witzenhäuser Stadtfest. In seiner Predigt verlas Brack die Bibelgeschichte vom Fischzug des Petrus und zog Parallelen zur heutigen Zeit und zur aktuellen Situation der Kirche. Obwohl sich diese sehr bemühe und mit Familiengottesdiensten, Single-Gottesdiensten, Workshop-Gottesdiensten und diversen musikalischen Angeboten viel dafür tue, um die Menschen zu erreichen und sie für Kirche zu begeistern, würden immer weniger die Gottesdienste besuchen. „Dass auch ich da manchmal frustriert bin, ist nicht allzu verwunderlich“, meinte Brack.

Dennoch sei es wichtig, es immer weiter zu versuchen und dafür sein Bestes zu geben, denn nur dann habe man überhaupt eine Chance. „Geht raus und fischt – was auch immer das für Euch heißt“, gab Brack den Anwesenden mit auf den Weg.

Wer das digitale Kesperkirmes-Programm nachträglich noch einmal anschauen will, hat auf der Facebook-Seite der Tourist-Information Gelegenheit dazu. Am Samstag hatten unter anderem Landrat Stefan Reuß, das Come2gether-Team vom gleichnamigen Festival und Pfarrer Dr. Christian Schäfer als DJs für Stimmung gesorgt.

Von Per Schröter

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