Witzenhausen: Die Kirsche steht kurz vor der Blüte

Erste Knospen sind aufgeblüht: Die Kirschbäume von Renate Stanzel oberhalb von Freudenthal tragen bereits die hübschen schneeweißen Blüten. Im Hintergrund ist Ermschwerd zu sehen. Foto:  Steensen

Witzenhausen. Die ersten Knospen haben sich schon geöffnet: In den nächsten Tagen soll die Kirschblüte im Werratal bei Witzenhausen ihre Pracht entfalten.

Für das Kirschblüten-Walking am 19. April rund um Unterrieden wird es wohl eine Punktlandung: Zum kommenden Wochenende rechnet Eberhard Walther, Leiter der Gartenbauberatung des Landesbetriebs Gartenbau in Kassel, mit der ersten Kirschblüte. Da es in den nächsten Tagen warm werden soll, komme die Blüte langsam raus, sagt der Experte.

Am Folge-Wochenende, zum Start der „Woche der Witzenhäuser“, dürfte das Werratal dann in der Vollblüte stehen, schätzt Walther.

Im vorigen Jahr gab es die erste Kirschblüte am 3. April, in diesem Jahr also 14 Tage später. 2014 war sie aber auch früher denn je, in diesem Jahr liege sie wieder „ganz normal im Rhythmus“, wenn man den Durchschnitt der zurückliegenden zehn Jahre zum Maßstab nimmt. Vor Jahrzehnten noch war mit der ersten Kirschblüte erst Anfang Mai zu rechnen.

Die Witterung bezeichnet Pflanzenkenner Walther als gut. Wichtig sei, dass es während der Blütezeit und bis zur Ausbildung der Früchte keinen Nachtfrost gibt. Die Knospenentwicklung stimmt ihn für eine gute Ernte jedenfalls zuversichtlich: „Sie haben gut angesetzt.“ Der Beginn der Kirschernte sieht Walther - je nach Witterung 70 bis 80 Tage nach der Blüte - für Ende Juni voraus. Was ist die wünschenswerte Witterung? „Schön warm, nach der Blüte dann gelegentlich Regen, aber nur bis kurz vor der Ernte, wenn sich die Früchte rot färben.“

Der Kirschenanbau im Werraland ist nach Wissen des Experten im Moment gleichbleibend, ein paar alte Anlagen seien verschwunden und dafür neue, leistungsfähige Plantagen angelegt worden, was er für gut hält. Es gebe auch immer neue Sorten, weil der Trend auf Wunsch des Handels zu großfrüchtigen Sorten geht. Aber auch alte Sorten - wie die Königskirsche und Schneiders späte Knorpel - würden immer mehr nachgefragt, weil diese stärker das typische Kirscharoma haben.

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