Kirschenkönigin sagt Tschüss: Regentschaft  vorbei

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Selbst Volker Bouffier kennt sie mittlerweile: Die Witzenhäuser Kirschenkönigin Saskia Winkelbach scheidet nach einem Jahr aus ihrem Amt.

Witzenhausen. Wenn Saskia Winkelbach über das Ende ihrer Regentschaft als Witzenhäuser Kirschenkönigin spricht, wird sie wehmütig.

„Die zeitliche Begrenzung auf ein Jahr ist das einzig negative“, sagt sie. Bei der Kesperkirmes im Vorjahr wurde sie gekrönt. In zwei Wochen findet das jährliche Fest wieder statt. Dann wird Saskia I. abgelöst.

Doch noch steht für die 19-jährige Wendershäuserin der Besuch der Traunsteiner Rosentage am Wochenende vom 19. bis 21. Juni an. „Das werde ich noch mal richtig genießen.“ Generell habe sie die Ausflüge auf Feste als Kirschenkönigin gemocht. „Man hatte viel zu tun, aber das war schöner Stress. Ich habe jede Minute ausgekostet“, sagt sie.

Foto-Termine, Umzüge, Vorstellungen und Autogrammstunden gehörten zu den Hauptaufgaben. „Es geht einfach darum, Witzenhausen zu repräsentieren und auch bekannt und beliebt zu machen.“ Besonders schön sei dabei die Gesellschaft ihrer Prinzessinnen Diana Gombert, Lara Werner, Sina Steinwachs und Olesya Kazantseva gewesen. „Wir sind richtig zusammengewachsen und gute Freunde geworden. Das wird auch so bleiben, wenn wir nicht mehr das Königshaus sind“, ist sich Saskia sicher.

Höhepunkte seien die Besuche der Grünen Woche in Berlin und des Rapsblütenfestes auf Fehmarn gewesen. „Cool war auch, dass ich zweimal den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier treffen durfte. Beim zweiten Mal konnte er sich sogar noch an mich erinnern und fragte, ob wir uns wiedersehen würden“, sagt die Kirschenkönigin. Auch wenn die Antwort „Nein“ lautete, sei das schon etwas Besonderes gewesen.

„Ich bin durch die Begegnung mit so großen Persönlichkeiten auch selbstsicherer geworden und glaube, dass mir das in meinem weiteren Leben etwas nutzen wird“, erklärt Saskia, die nach ihrem bestandenen Fachabitur im August eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau beginnen wird. „Ich denke, es war gut, dass ich während meiner Schulzeit Kirschenkönigin war. Mit einem Vollzeit-Beruf ist das noch mal schwerer unter einen Hut zu bekommen.“

Schließlich habe sie sich auch immer Gedanken über Reden machen müssen, um gut für die Stadt zu werben. „Eine Kirschenkönigin wird nicht nur auf’s Äußere reduziert. Man muss sich in Themen einarbeiten und je nach Veranstaltung etwas Passendes sagen“, sagt die 19-Jährige. Hinsichtlich des Zeitaufwands gelte ihr Dank vor allem Familie und Freunden. „Die mussten oft zurückstecken, haben das aber immer getan und mich unterstützt.“

Nun steht Saskia I. vor ihrer schwierigsten Aufgabe als Kirschenkönigin: eine Abschiedsrede vorbereiten. „Darüber denke ich seit Wochen nach, obwohl ich das lieber nicht tun würde. Aber ich gönne jeder diesjährigen Kandidatin, meine Nachfolgerin zu werden und ein genauso tolles Jahr wie ich zu erleben.“

Archiv-Bilder

Die Krönung der neuen Kirschenkönigin Saskia I.

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