Kleine Füchse sind schon draußen

Zweiter Waldkindergarten Witzenhausens ist jetzt in Betrieb gegangen

Mitbringsel: Monika Winkelbach, Leiterin der städtischen Kindertagesstätten (hinten links), und Bürgermeister Daniel Herz (rechts daneben) hatten für die „Kleinen Füchse“ mit ihrer Leiterin Anette Schneider-Krumbein (vorne rechts) jede Menge Einweihungsgeschenke mitgebracht. Irmtraud und Joachim Hebel (hinten von rechts), die dem neuen Waldkindergarten das benachbarte Grundstück zur freien Nutzung überlassen haben, freuten sich mit.
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Mitbringsel: Monika Winkelbach, Leiterin der städtischen Kindertagesstätten (hinten links), und Bürgermeister Daniel Herz (rechts daneben) hatten für die „Kleinen Füchse“ mit ihrer Leiterin Anette Schneider-Krumbein (vorne rechts) jede Menge Einweihungsgeschenke mitgebracht. Irmtraud und Joachim Hebel (hinten von rechts), die dem neuen Waldkindergarten das benachbarte Grundstück zur freien Nutzung überlassen haben, freuten sich mit.

Wegen Corona konnte der neue Witzenhäuser Waldkindergarten erst mit deutlicher Verspätung den Betrieb aufnehmen.

Witzenhausen – Jetzt wurde die Einrichtung mit dem Namen „Kleine Füchse“ im kleinen Rahmen feierlich eingeweiht.

„Wir hatten schon am 1. Mai die Betriebserlaubnis vorliegen, doch wegen der besonderen Umstände sind wir erst nach den Sommerferien am 17. August mit voller Besetzung eingestiegen“, berichtete Monika Winkelbach, Gesamtleiterin der städtischen Kindertagesstätten Witzenhausen.

Nachdem Eltern bereits im September 2018 mit dem Wunsch nach Einrichtung einer zweiten Gruppe im Waldkindergarten „Die Waldwichtel“ am Warteberg auf die Stadt zugekommen war und der Magistrat dies zunächst abgelehnt hatte, entschied man sich im Mai vorigen Jahres um. Es wurden 70 000 Euro für das Anschaffen eines geeigneten Bauwagens bereitgestellt, in dem die zweite Gruppe bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden und betreut werden kann.

Im Januar beschloss die Stadt dann, den bestehenden Waldkindergarten nicht zu erweitern, sondern einen ganz neuen in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits bestehenden zu eröffnen.

Die Idee mit dem Bauwagen wurde dennoch beibehalten, auch wenn der als solcher kaum zu erkennen ist. Der von einem Witzenhäuser Unternehmen eigens auf die Bedürfnisse der „Kleinen Füchse“ zugeschnittene und auf der Insel Fehmarn gebaute Wagen ist mit 13 Metern Länge und drei Metern Breite deutlich größer als ein normaler Bauwagen.

Da das Grundstück, das einen traumhaften Blick über Witzenhausen und das Werratal bietet, direkt am Hang liegt, konnte der Wagen ebenerdig in die Fläche eingebunden werden. Mit seinem großen Vordach, dem kleinen seitlichen Anbau und der großzügigen Terrasse sieht das Ensemble aus wie ein an Ort und Stelle errichtetes, feststehendes Gebäude. Drinnen gibt es einen Aufenthaltsraum, der reichlich Platz für 15 Kinder und die drei Betreuerinnen bietet, sowie je einen Wasch- und Toilettenraum und eine kleine Küche.

„Wir kleinen Füchse sind alle sehr froh, dass wir hier sein dürfen“, betonte Anette Schneider-Krumbein, die den Kindergarten leitet und mit Heike Schwarzer-Prahl und Ana Möller zwei Kolleginnen an ihrer Seite hat. Ihr Dank ging an die Politik und alle Beteiligten, die dies ermöglicht haben. „Wenn man hier auf der Terrasse steht und diesen Blick genießt, dann geht einem förmlich das Herz auf“, ist Schneider-Krumbein vor allem von der Lage begeistert.

Der kurze Weg in den Wald sowie die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Streuobstwiese, die von den Eigentümern Irmgard und Joachim Hebel zur Verfügung gestellt wurde und die von den Kleinen Füchsen nach Belieben genutzt werden kann, täten ihr Übriges. „Wie in allen Waldkindergärten werden sich die Kinder hier sehr viel draußen aufhalten, um die Natur und die verschiedenen Jahreszeiten bewusst zu erleben“, umschrieb die Kita-Leiterin das Konzept.

„Dieser Kindergarten ist mit seiner herausragenden Lage etwas ganz Besonderes und eine echte Bereicherung für die Witzenhäuser Kita-Landschaft“, freute sich Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz mit den Kleinen Füchsen des Kindergartens. (Per Schröter)

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