3. Klimaschutzforum Werra-Meißner: Sie haben viel vor mit der Jugend

Ehrengäste: Die Zwölftklässlerinnen (von links) Theresa Throm, Laura Oehler und Kadisha Cleemann trugen ihre ausgezeichnete Arbeit mit ihrer Analyse und Bewertung der Energiewende in Hessen im Forum vor. Foto: Forbert

Witzenhausen. Das Augenmerk, um das Bewusstsein für Klimaschutz zu schärfen, richtet sich im Werra-Meißner-Kreis noch stärker auf die Jugend.

Im nächsten Jahr wird das Projekt Klimaschutz an Schulen durch ein weiteres Modul ab der Sekundarstufe I erweitert: Es gibt eine Klimamesse.

Die erste findet 2016 an der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode statt. Das berichtete Kreisumweltberaterin Gabriele Maxisch beim 3. Klimaschutzforum Werra-Meißner.

Es fand wieder in der Ausstellungshalle des Kompetenzzentrums Hessen-Rohstoffe (Hero) in Witzenhausen statt. 70 Teilnehmer wurden dazu vom Initiator, Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Rainer Wallmann (Grüne), begrüßt.

Bislang wurde Klimaschutzbewusstsein schon durch eine kreisweite Energiesparwoche an den Grundschulen gefördert. Nun sollen beide Projekte im jährlichen Wechsel mit der von Kreisschülerrat, Naturpark und Schulamt gebildeten Klima-AG stattfinden.

Außerdem berichtete Maxisch von dem Projekt mit neun Stromtestfamilien im Kreis, das seit Januar läuft und Anfang Dezember mit der Auszeichnung der engagiertesten Familien endet. Erkenntnis schon jetzt, wie die Umweltberaterin verriet: Das A und O ist das Durchmessen aller elektrischen Geräte im Haus. Denn ihnen sehe man nicht an, ob sie Stromfresser sind oder nicht. Schon ein kleines Küchenradio könne im Stand-by-Betrieb viel Energie ziehen.

Ferner kündigte Maxisch eine kreisweite Tauschbörse im Internet an, sie werde derzeit vorbereitet und soll im nächsten Jahr starten.

Begonnen hatte das Klimaschutzforum am Donnerstagvormittag mit einem Referat der Schülerinnen Theresa Throm, Laura Oehler und Kadisha Cleemann vom Beruflichen Gymnasium in Eschwege über die Energiewende in Hessen. Mit seiner Analyse und Bewertung hatte das Trio im Sommer einen hessenweiten Wettbewerb gewonnen.

Das Forum wurde auch genutzt, um den Startschuss zum Projekt der energetischen Quartierssanierung im Kreis zu geben. Ziele, Inhalte und Ablauf des Modellvorhabens wurden ausführlich vorgestellt. Dass gleich sechs Kommunen aus dem Kreis teilnehmen, stellte Vize-Landrat Wallmann als den besonderen innovativen Aspekt heraus. So könne man schnell viel erreichen. Dies sei auch schon durch eine Erhöhung der Förderquote durch das Land belohnt worden, womit sich das Projekt gegenüber einem üblichen Förderprogramm unterscheide.

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