Bauausschuss sieht Vorhaben kritisch

Kommt fünfter Supermarkt nach Bad Sooden-Allendorf?

Supermarkt am südlichen Ortsrand von Sooden
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Einzelhandelskonzept soll her: Schon vier Supermärkte gibt es am südlichen Ortsrand von Sooden. Ein fünfter soll ebenfalls dort angesiedelt werden.

Folgt man den jüngsten Beratungen im Bauausschuss, muss man die Chancen einer Handelskette eher als gering einschätzen, am südlichen Ortsrand von Bad Sooden-Allendorf einen weiteren Supermarkt anzusiedeln.

Bad Sooden-Allendorf – Dort befinden sich im Städtersweg bereits ein großes Rewe-Einkaufszentrum und in nur kurzem Abstand an der Werrastraße die Märkte von Tegut, Aldi und Lidl.

Die beiden letzteren Discounter, so Bauamtsleiter Helmut Franke, wollen ihre Verkaufsflächen von aktuell 1000 beziehungsweise unter 800 Quadratmetern auf jeweils 1400 Quadratmeter erweitern.

Am Städtersweg plane Rewe, seinen Getränkemarkt auszulagern in das vom Textil-Discounter Kik genutzte Nachbargebäude, um seine Verkaufsfläche von derzeit 350 auf 600 Quadratmeter zu vergrößern, die in einem Neubau auf der anderen Seite des Städtersweges entstünden.

Weil der neue Supermarkt, dessen Name bewusst nicht genannt wurde, eine Verkaufsfläche von 2300 Quadratmetern anstrebt, würde sich unter Berücksichtigung der Erweiterungsvorhaben die Gesamtfläche für Lebensmittel und Getränke von 5100 auf 8600 Quadratmeter erhöhen. Zwar haben laut Franke Aldi und Lidl ihre Pläne damit begründet, die Gänge zwischen den Regalen so zu erweitern, dass auch Rollstuhlfahrer keine Probleme bekommen, vermutet wurde im Ausschuss allerdings auch, dass gleichzeitig das Warensortiment ausgeweitet werden soll.

Komme ein weiterer Supermarkt, zumal in dieser Größenordung, hinzu, besteht nach den Befürchtungen des Grünen-Abgeordneten Jonas Döring ein Überangebot nicht nur am Ort, sondern auch mit Blick auf die Nachbarstädte Witzenhausen und Eschwege – eine Einschätzung, die im Ausschuss weitgehend geteilt wurde. Vermutlich, hieß es, würde auch das Regierungspräsidium einem weiteren Supermarkt nicht zustimmen. Andererseits vertrat Gerd Kniese (CDU) die Auffassung, man müsse auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen im Blick haben.

Schlussendlich gab der Bauausschuss dem Stadtparlament die Empfehlung, ein Einzelhandelskonzept zu erstellen unter der Berücksichtigung der bestehenden Märkte und der vorliegenden Anträge. (zcc)

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