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30 Jahre Partnerschaft zwischen Hessen und Emilia-Romagna: Witzenhausen bei Festakt dabei

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Von: Nicole Demmer

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30 Jahre Verschwisterung Hessen-Emilia-Romagna: Sabine Popp (von links), Sabine Jacobs, Brigitte Tobolla, Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz, Emilia Muratori, Bürgermeisterin von Vignola, Stefano Bonaccini, Präsident Emilia-Romagna, und Ministerin Lucia Puttrich.
30 Jahre Verschwisterung Hessen-Emilia-Romagna: Sabine Popp (von links), Sabine Jacobs, Brigitte Tobolla, Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz, Emilia Muratori, Bürgermeisterin von Vignola, Stefano Bonaccini, Präsident Emilia-Romagna, und Ministerin Lucia Puttrich. © Städtepartnerschaftsverein/nh

Bei einem Empfang des Hessischen Ministerpräsidenten vereinbarten die Städtepartnerschaftsvereine, sich zu vernetzen.

Witzenhausen – Die 16 hessischen Kommunen, die eine Partnerschaft mit Städten in der italienischen Region Emilia-Romagna haben, trafen sich jüngst in Eltville am Rhein. Eingeladen hatten Ministerpräsident Boris Rhein und Europaministerin Lucia Puttrich (beide CDU), um die seit 30 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Bundesland und der Emilia-Romagna zu feiern. Mit dabei war auch eine dreiköpfige Delegation aus Witzenhausen – die Stadt pflegt schon seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit Vignola.

Nach einem kurzen Empfang setzten sich die Vertreter bunt gemischt an Tische, um sich zu vernetzen, berichtet Sabine Popp, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Witzenhausen, die mit Sabine Jacobs und Brigitte Tobolla nach Eltville gereist war. „Es war interessant, mit den anderen Kommunen ins Gespräch zu kommen.“ Und auch Ideen mitzunehmen. So ist sie zum Beispiel mit einem Vertreter aus Hofbieber (Rhön) ins Gespräch gekommen, der ein kleines Geschäft besitzt, in dem auch Produkte aus der Emilia-Romagna vertreiben werden.

Künftig wollen sich die 16 Kommunen laut Popp vernetzen, um sich gegenseitig zum Beispiel über Termine zu informieren. Und ein gemeinsames Problem kristallisierte sich bei allen heraus: Auch bei den Partnerschaftsvereinen fehlt der Nachwuchs.

Neben Vertretern aus Deutschland war unter anderem auch Stefano Bonaccini beim Treffen anwesend – ebenso wie Vignolas neu gewählte Bürgermeisterin Emilia Muratori. Für die Witzenhäuser Delegation eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen.

Die Partnerschaft zwischen Hessen und der Emilia-Romagna besteht seit dem 29. Juli 1992, heißt es in einer Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei. „Vor dem Hintergrund aktueller Konflikte und Spannungen in der Welt, wie beispielsweise dem Ukraine-Krieg und der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Folgen, sind ein Zusammenhalt und eine enge Zusammenarbeit wichtiger denn je“, sagte Rhein bei einem Gespräch mit Puttrich und den Spitzen der Delegationen. So sei es zum Beispiel selbstverständlich gewesen, Patienten aus der von Covid stark betroffenen Emilia-Romagna in Hessen aufzunehmen. Bonaccini sagte, beide Regionen seien entwicklungs- und innovationsstark und hätten sich einem nachhaltigen Wachstum verschrieben.

Für Witzenhausen und Vignola gibt es 2025 Grund zu feiern. Dann wird nicht nur das 800-jährige Jubiläum der Kirschenstadt gefeiert, auch die beiden Städte begehen dann ihre drei Jahrzehnte andauernde Verschwisterung. (nde)

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