Glasplatte soll Problem lösen

Konflikt um Erweiterungsbau des DRK in Witzenhausen ist beigelegt

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Stadtmauer im Bereich des DRK-Seniorenzentrums: Beim zweiten Bauabschnitt ist eine Glasplatte vorgesehen, um den historischen Teil sichtbar zu machen.

Der Konflikt um die Erhaltung der historischen Stadtmauer in Witzenhausen scheint geklärt: Bei einem Ortstermin einigten sich die Beteiligten.

Bei einem Ortstermin einigten sich das DRK als Bauherr für den zweiten Abschnitt des Seniorenzentrums (Betreutes Wohnen), das Landesamt für Denkmalpflege und die Untere Denkmalbehörde auf einen Kompromiss, wie DRK-Kreisvorsitzender Jürgen Vogelei berichtete. Er hatte das Thema am Dienstagabend im Bauausschuss angesprochen.

Den Anstoß gab ein offener Brief der Arbeitsgruppe Kulturerbe und des Bürgervereins Bau- und Wohnkultur von Mitte Dezember: Der Erweiterungsbau solle quer durch den nördlichen Teil des Ensembles der Stadtmauer gehen. Dazu sei es wohl geplant, die historische Stadtmauer auf 20 Meter abzubrechen. Es liege schon ein Bauantrag vor.

Eine Behauptung, die das DRK dementierte: Es gebe keinen Bauantrag, dieser werde erst vorbereitet und im Frühsommer eingereicht. Baubeginn soll dieses Jahr sein.

Bei näherem Hinsehen der Fachleute habe sich herausgestellt, dass der obere Teil der Stadtmauer nur Optik sei - eine Art Verblendung und ohne wirkliche Funktion. Nur der Teil unter der Erdoberfläche sei original und Relikt der alten Stadtbefestigung. Das Rote Kreuz erklärte sich bereit, eine 25 Meter lange Glasplatte zu verlegen, um diesen Teil für die Nachwelt zu erhalten und sichtbar zu machen. Vogelei: „Das kostet uns richtig Geld.“ Man sei jedoch bereit, die Mehrkosten im Sinne des Kompromisses aufzubringen. Von Anfang an sei die Integration der Stadtmauer Ziel der Planung gewesen.

Für die Bürgergruppen nahm Veronika Kühnapfel an dem Ortstermin am Mittwoch teil. Vogelei geht davon aus, dass Arbeitsgruppe und Bürgerverein den Kompromiss mittragen werden.

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