Sparte Mumm50 wollte Teil der Einnahmen

Konflikte im Verein nach Aus für Kirschblütenwalking in Unterrieden

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Keine Menschen-Schlange durch die Plantagen: In diesem Jahr fällt das Kirschblüten-Walking in Unterrieden aus. 

Unterrieden. Nach der Absage des Kirschblüten-Walkings in Unterrieden gibt es Unmut beim MTV – die HNA erreichten zwei Leserbriefe, die sich auf die Begründung vom Vereinsvorsitzenden Hardi Bartels zur Absage beziehen.

Er sagte auf Anfrage im HNA-Artikel vom 15. März, dass eine große Mehrheit der veranstaltenden Sparte Mumm50 sich für eine Absage ausgesprochen hatte und äußerte die Vermutung, dass dies am Alter der Organisatoren liege und an der Fülle der Arbeit, die von Einzelnen zu tragen sei.

Eckhard Rode (Witzenhausen) schreibt dazu, dass beide Begründungen sachlich falsch seien. Es sei hauptsächlich darum gegangen, ob die gesamten Einnahmen aus dem Kirschblüten-Walking an den Verein gehen oder ob Mumm50 den Erlös aus Kaffee- und Kuchenverkauf behalten dürfe, „worauf die Spartenmitglieder Anspruch erhoben“.

„Nachdem die Vorbereitungen für das Kirschblütenwalking schon zu 80 Prozent getroffen waren, wurde auf der Jahreshauptversammlung des MTV die Kassenführung durch einen Kassenprüfer nicht entlastet. Offensichtlich musste die Gesamteinnahme aus dem Kirschblütenlauf an den MTV Unterrieden abgeführt werden, entsprechend der geltenden Satzung.“ Die Gruppe Mumm50 habe das nicht einsehen wollen, so Rode. So hätten sie mit 16 zu 13 für eine Nichtdurchführung gestimmt. „Mit einigem guten Willen auf beiden Seiten hätte es sicher zu einer gütlichen Vereinbarung kommen können. Nun liegt alles in Scherben“.

Als „uninformiert, unwahr und damit diffamierend“ bezeichnet Wulf Maurer aus Witzenhausen Bartels Aussagen und sieht sich laut seinem Leserbrief dazu veranlasst, diese im Sinne der Rehabilitierung zurückzuweisen. Zutreffend im HNA-Artikel sei, dass sich die Sparte mit Bedauern entschieden habe, 2018 kein Kirschblüten-Walking durchzuführen, „unzutreffend ist, dass dies mit großer Mehrheit der 36 Anwesenden beschlossen worden sei“, so Maurer.

Auch Bartels Vermutung, die Absage hätte Altersgründe, sei unwahr. Die 64 Spartenkameraden bieten das Kirschblüten-Walking seit 17 Jahren an und seien somit im Schnitt 70 Jahre alt. „Wahr ist allerdings auch, dass wir traditionell zu dieser Zeit bereits wieder fast alle Vorkehrungen in alter Frische getroffen hatten“, so Maurer. Eine Hallenzusage habe es durch Ex-Bürgermeisterin Angela Fischer gegeben. Unwahr sei auch, dass die Arbeit an Einzelnen hängen bleibe. „Seit 17 Jahren stehen vor, bei und nach diesem Ereignis regelmäßig über vierzig Männer und deren Frauen als Helfer bereit“, schreibt Maurer. Bartels sei von Spartenleiter und Hauptorganisator Eckhard Strauch umgehend schriftlich aufgefordert worden, seine „herabwürdigende Begründung für unsere Absage in der HNA“ richtigzustellen. Das sei nicht erfolgt.

Auf die sich aus Maurers Darstellung ergebenden Fragen antwortet Bartels, dass der Vorstand des MTV diese bereits mehrfach mit den Spartenmitgliedern der Mumm-Gruppe diskutiert habe. Daher sehe der Vorstand „keinen Grund, vereinsinterne Angelegenheiten weiter in die Öffentlichkeit zu tragen“.

Einen Kommentar zum Thema von HNA-Redakteurin Nicole Demmer lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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