Kräuter aus dem Burggarten

Bundesfreiwillige bauten auf Burg Ludwigstein Trockenmauer-Beet

Gemeinsames Freiwilligen-Projekt: Bianca Kranz (von links), Maurice Eble, Emily Kärcher, Isabella Stutrucker, Anton Strecker, Olaf Heckmann und Steinmetz Alexander Wehe arbeiten am neuen Trockenmauer-Kräuterbeet.
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Gemeinsames Freiwilligen-Projekt: Bianca Kranz (von links), Maurice Eble, Emily Kärcher, Isabella Stutrucker, Anton Strecker, Olaf Heckmann und Steinmetz Alexander Wehe arbeiten am neuen Trockenmauer-Kräuterbeet.

Ein Trockenmauer-Kräuterbeet mit einer integrierten Sitzbank bereichert seit dem vergangenen Wochenende das Gelände auf der Burg Ludwigstein.

„Die derzeit fünf Bundesfreiwilligen haben sich für ihr gemeinsames Jahresprojekt dieses Mal ein körperlich sehr anstrengendes und zeitintensives Projekt ausgedacht, welches sich wunderbar in die bestehende Infrastruktur integriert“, sagte die Bundesfreiwilligen-Koordinatorin der Burg, Bianca Kranz.

Dazu sammelten sie an zwei Wochenenden rund um den Burgberg zahlreiche Steine, die sie unter Anleitung von Steinmetz Alexander Wehe in Trockenbauweise in einer halbrund angelegten Doppelreihe in der Nähe des Backhauses aufeinanderstapelten. Damit das Kräuterbeet wetterfest ist, hatten die Freiwilligen vorher einen 60 Zentimeter tiefen Graben ausgehoben und diesen wieder mit Kies verfüllt, sodass ein frostsicheres Fundament für die Trockensteinmauer entstand. Am Ende des auslaufenden Kräuterbeetes wird ein Feuchtbiotop mit verschiedenen Gräsern angelegt, wo sich auch Molche und Frösche wohlfühlen dürfen. Auf der anderen Seite wird auf den drei Quadersteinen eine aus Fichtenholz gezimmerte Sitzbank installiert, um bei Backtagen und beim mittelalterlichen Schulklassenprogramm hautnah dabei zu sein. „Im Kräuterbeet selbst soll dann eine Kräutermischung aus heimischen und mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei und Minze angepflanzt werden, die dann beim Backen und in der Küche verwendet werden“, so Kranz.

Auf Burg Ludwigstein tummeln sich jedes Jahr bis zu acht Freiwillige, die in verschiedenen Arbeitsbereichen der Burg ihr freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableisten und dabei auch auf der Burg übernachten. Zusätzlich zu ihren Einsätzen in Küche, Außenbereich, Jugendbildungsstätte oder im Archiv wird auch immer ein gemeinsames Jahresprojekt auf der Burg in Angriff genommen. So entstanden auf der Burg schon ein kleiner Weinberg, eine Umzäunung aus Weiden und ein großes Insektenhotel. Und ganz nebenbei schweißt die gemeinsame Arbeit die Bundesfreiwilligen alle noch mehr zusammen. (Hartmut Neugebauer)

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