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Werra-Meißner-Kreis übernimmt Musikschule

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Von: Stefan Forbert

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Das Gebäude der Musikschule Werra-Meißner auf dem Schulberg in Eschwege
Die Musikschule Werra-Meißner, die auf dem Schulberg in Eschwege ihren Sitz hat, soll 2024 in den kreiseigenen Betrieb Volkshochschule, Jugend, Freizeit als eigenständige Sparte aufgenommen werden. © Tobias Stück

Noch im Dezember sollen die Verantwortlichen und Mitarbeiter, Schüler und Eltern der Musikschule Werra-Meißner endlich eine Antwort bekommen, wie sich der Landkreis für den Erhalt dieser Einrichtung stark machen will. Seit einem Jahr wird darüber diskutiert.

Werra-Meißner – Der Kreistag beschloss nun in seiner Sitzung am Montagnachmittag in der Stadthalle in Eschwege bei einer Gegenstimme und etlichen Enthaltungen, dass die Musikschule in den kreiseigenen Betrieb Volkshochschule, Jugend, Freizeit Werra-Meißner als eigene Sparte eingegliedert werden soll. Wie das am besten umgesetzt wird, dazu soll der Kreisausschuss in der nächsten Parlamentssitzung – am 14. Dezember – das Konzept vorlegen. Die Eingliederung soll ab 2024 wirksam werden.

So hatte es der Finanzausschuss auf Initiative des Dreierbündnisses von SPD, Grünen und Linker auch empfohlen. Die CDU hatte mehr mit einer Vereinslösung geliebäugelt, wie Ausschussvorsitzender Karl Jeanrond (SPD) berichtete. Andere Modelle – eine GmbH oder eine Stiftung – waren bereits verworfen worden. Darüber, dass die Musikschule als eine Einrichtung zukunftsfähig gemacht und erhalten werden soll, besteht im Kreistag aber breiter Konsens. Auch Förderverein und Stiftung sollen weiterhin einbezogen werden und zum Fortbestehen beitragen.

Dabei ist den Kreistagsabgeordneten bewusst, dass bei Übernahme der Musikschule nach jetzigen Berechnungen Kosten von knapp 400 000 Euro nicht gedeckt sind. Ohne eine deutliche Steigerung der Honorare – und damit der Personalkosten – allerdings rennen der auf bislang als Verein geführten Schule die Musikpädagogen weg zu Einrichtungen, bei denen deutlich mehr gezahlt wird.

In der Debatte am Montag hatte zunächst noch Fraktionsvorsitzender Andreas Hölzel von den Freien Wählern (FW) vorgeschlagen, dass sich der Kreis keine neuen Kosten auferlegen, sondern nach Alternativen suchen sollte, wozu eine Arbeitsgruppe oder Kommission gebildet werden sollte. Er hätte den Auftrag, ein Konzept zu erstellen, womit die Musikschule eigenständig wirtschaftlicher und kreisweiter arbeiten könnte.

Mit Hinweis auf schon 20 Sitzungen und viele Gespräche zu dem Thema wurde dieser Antrag aber abgelehnt – nur Hölzel selbst stimmte dafür.  (sff)

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