Krippenspiel als Videoclip

Kirchengemeinde drehte Szenen auf Hutzelberghof

Krippenspiel: In einem Schafstall auf dem Hutzelberghof in Oberrieden wurde die Krippenszene für das diesjährige Krippenspiel gedreht.
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Krippenspiel: In einem Schafstall auf dem Hutzelberghof in Oberrieden wurde die Krippenszene für das diesjährige Krippenspiel gedreht.

Dreharbeiten in Oberrieden: „In diesem Jahr gibt es das Krippenspiel online mit einem Videoclip, auf Leinwand oder wenn es die Rahmenbedingungen erlauben auch live in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen“, sagt Pfarrer Frieder Brack von der evangelischen Kirchengemeinde Witzenhausen.

Oberrieden – Dass aufgrund der Pandemie die Weihnachtsgottesdienste anders laufen würden, war schon früh abzusehen. Deshalb war Kreativität gefragt. So entstand die Idee, ein Online-Krippenspiel aufzuführen. „Auf Anregung der Kinder sollten dann auch lebende Tiere dabei sein“, berichtet Kirsten Gundlach. Als Kinderchorleiterin hat sie mit den Kindern ein klassisches Krippenspiel eingeübt und setzt es nun mithilfe eines Filmteams der Interessengruppe „Kulturtechnik Nordhessen“ um. Dabei hat sie sechs verschiedene Drehorte rund um Witzenhausen ausgewählt.

Während die Krippenszene mit Schafen in einem Schafstall des Hutzelberghofes in Oberrieden gedreht wurde, haben sie am Werraufer mit Pferden des Reit- und Therapiezentrums den Weg von Maria und Josef nach Bethlehem nachgestellt. Auch für eine Lagerfeuerszene, die Erscheinung des Engels, die Szene des Ausrufers sowie für die Wirtshausszene wurden jeweils andere Drehorte gewählt, die an insgesamt vier Drehtagen im „Kasten“ sein sollten. Wie bei den Profis musste eine Szene auch mal wiederholt werden, wenn ein Text nicht so flüssig kam, plötzlich Nebengeräusche auftauchten oder ein Schatten von einer Taschenlampe zu sehen war.

Die Kinder wurden bei jeder Szene vom Kulturtechnik Nordhessen-Filmteam professionell angeleitet. Während Christian Küllmer vom Filmteam die Nahszenen einfing, filmte Lukas Kohlhase das Gesamtbild und spielte nebenbei noch den Beleuchter im Schafstall. Nach Ende der Dreharbeiten wird das komplette Filmmaterial dann von weiteren Ehrenamtlichen der Interessengruppe zusammengeschnitten und zu einem etwa 15-minütigen Videoclip verarbeitet.

Die Interessengruppe „Kulturtechnik Nordhessen“ hat etwa 120 Mitglieder und unterstützt Kulturprojekte in Nordhessen, Südniedersachsen und West-Thüringen in ehrenamtlicher Arbeit. „Für die Kinder war es ein tolles Erlebnis und sie waren immer voller Elan dabei“, zieht Gundlach ein positives Fazit des etwas anderen Krippenspiels. Als kleine Entschädigung konnten die Kinder auf dem Hutzelberghof den recht zahmen Schafen ganz nah sein und in den Drehpausen ihr weiches Wollfell streicheln. Angestellter Wolfgang Dehlinger vom Schulbauernhof lockte die Tiere zu diesem Zweck mit einer Extra-Portion Futter an. (znb) 

Der Videoclip ist in der Weihnachtszeit zu sehen auf corvinushaus.de

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