Treppen, Keller, Hinterhöfe: Lesungen und Konzerte ziehen Publikum an

Künstler finden bei Kulturfestival in Witzenhausen viel Anklang

Florian Schäfer bei seiner Lesung „Die Geister, die ich rief“.
+
Wichtel, Kobolde und andere Sagengestalten standen im Mittelpunkt der gut besuchten Lesung „Die Geister, die ich rief“ von Florian Schäfer.

Es zählt zu den beliebtesten Stadtfesten der Region, wurde 2013 sogar als eines der 19 schönsten in ganz Europa ausgezeichnet. Und auch bei seiner inzwischen siebten Auflage begeisterte das Kunst- und Kulturfestival „Treppen Keller Hinterhöfe“ (TKH) in Witzenhausen am Wochenende zahlreiche Besucher von nah und fern.

Witzenhausen – Nachdem die normalerweise im zweijährigen Rhythmus stattfindende Veranstaltung im vergangenen Jahr wegen Corona hatte abgesagt werden müssen und sie auch diesmal nicht in ihrer klassischen Form stattfinden konnte, hatte sie die Kulturgemeinschaft Witzenhausen als Veranstalterin unter das Motto „Ins Freie“ gestellt. Statt in Kellern, Dachstübchen und eng verwinkelten Fachwerkgebäuden fanden die Ausstellungen und Veranstaltungen diesmal draußen statt – in Gärten, Hinterhöfen und Toreinfahrten.

Auch diesmal hatte die Kulturgemeinschaft Witzenhausen ihren Gästen wieder ein „Festival für alle Sinne“ versprochen. Und genau das wurde es auch. Drei volle Tage wurde die Kirschenstadt zur Bühne für Maler, Bildhauer, Autoren und Musiker - vom Vollprofi bis zum Laienkünstler. An 24 Orten mit völlig unterschiedlichen Charakteren präsentierten sie ihre Werke – von hölzernen Skulpturen in verwunschenen Gärten über bunte Malereien und kunstvolle Fotografien in kargen Schaufenstern bis hin zu großen Konzerten auf kleinen Bühnen war alles dabei, was die Herzen der kulturhungrigen TKH-Fans begehrten.

Nachdem die Kabarettistin Romy Hildebrandt bereits am Donnerstag zur Eröffnung des Festivals rund 100 Besucher im Uni-Park begeistert hatte (wir berichteten), wirkten auch am Freitag und Samstag vor allem die Lesungen und Konzerte wie echte Publikumsmagneten. „Damit hätte ich gar nicht gerechnet“, meinte etwa Florian Schäfer, für dessen Lesung „Die Geister, die ich rief“ im Garten des ehemaligen Gasthauses „Zur Krone“ sogar zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

Tolle Stimmung herrschte bei den Konzerten im Klosterinnenhof und im Unipark, wo nicht nur das das Ambiente passte, sondern wo auch die größtenteils eher unbekannten Künstler und Bands auf ganzer Linie zu überzeugen wussten. (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.