Erinnerung an Grimm und Triepel

Künstler malt Wandbild an die ehemalige Kautabakfabrik in Unterrieden

Große Kunst: Jonathan Brauch (links) gehört das Haus, in dem früher die Kautabakfabrik Grimm und Triepel ansässig war. Er hat Künstler Johannes Hennig beauftragt, das Wandbild im historischen Stil zu malen.
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Große Kunst: Jonathan Brauch (links) gehört das Haus, in dem früher die Kautabakfabrik Grimm und Triepel ansässig war. Er hat Künstler Johannes Hennig beauftragt, das Wandbild im historischen Stil zu malen.

Viele Jahre lang war sie wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil von Unterrieden: Die Kautabakfabrik Grimm & Triepel.

Unterrieden – Vor einigen Jahren dann wurde der Betrieb deutlich verkleinert, der Standort Unterrieden schloss seine Türen und die Kautabak-Herstellung zog um, in eine alte Mühle in Witzenhausen. Mittlerweile ist auch dieser Standort im Ruhestand, in den Räumen befindet sich nun ein Museum rund ums Thema Kautabakherstellung.

Die alte Kautabakfabrik in Unterrieden aber steht noch, mittlerweile befinden sich in den Räumen sowohl Wohnungen als auch Ateliers und eine Töpferwerkstatt. Das Haus gehört Jonathan und Dieter Brauch. Ihnen ist es wichtig, die Erinnerung an die Historie des Gebäudes aufrecht zu erhalten. Deswegen haben sie jetzt den Designer, Illustrator und Objektdesigner Johannes Hennig beauftragt, ein Wandbild im historischen Stil an die Fassade zu malen.

Der Wahl-Witzenhäuser Hennig setzte sich mit der Geschichte der Kautabakfabrik Grimm & Triepel auseinander, sichtete alte Druckvorlagen, Dokumente und Zeitzeugnisse und entwarf daraus ein mehrere Meter hohes Wandbild. Eine Mischung aus Logos, Schrift, Produkten und Werbeanzeige im Stil einer alten Zeitungsseite.

Das Bild ist fünf mal sechs Meter groß und den letzten Pinselstrich hat Johannes Hennig in acht Metern Höhe gesetzt. Dafür stand eine Woche lang ein Gerüst am Gebäude. So lange hat es gedauert Quadrat für Quadrat auf die Hauswand zu übertragen. Denn den Entwurf hatte der Künstler in ein Raster kopiert, um das Bild dann Stück für Stück auf der Hauswand zu vergrößern.

Wenn er sich die Stadt anguckt, sagt Hennig, könne er sich weitere, ähnliche Projekte vorstellen, denn Witzenhausen sei wirklich schön, könne aber Farbe gebrauchen. (Wiebke Huck)

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