Bilstein-Marathon Kleinalmerode

Eschweger Timo Pippart gewinnt den Halbmarathon mit elf Sekunden Vorsprung vor Fürstenhagens Jordan

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Siegerehrung: Timo Pippart wird vom Zweiten Andreas Jordan (links) und Uwe Neudert aus Baunatal eingerahmt.

Kleinalmerode. Wieder einmal eine tolle Stimmung bei der sechsten Auflage des Bilstein-Marathons in Kleinalmerode, wo die regionalen Sportler in den meisten Disziplinen die Nase vorn hatten.

Nachdem Florian Reichert von der ASFM Göttingen in einer sensationellen Zeit von knapp viereinhalb Stunden Deutscher Meister im Ultramarathon über 65 Kilometer wurde, holte er sich mit seinem Team auch den Mannschaftstitel.

Aber auch in den anderen Disziplinen warteten die heimischen Sportler mit Siegen auf. Beim Halbmarathon siegte Timo Pippart vom Eschweger TSV mit elf Sekunden Vorsprung vor Andreas Jordan von der TSG Fürstenhagen in einer Zeit von 1:23,25 Stunden. Auch wenn er den Streckenrekord aus dem Jahre 2013 nicht knacken konnte, war es angesichts der 535 Höhenmeter bis zum Bilstein eine Superzeit. Einen guten siebten Platz errang der für die SSC Bad Sooden Allendorf startende Hendrik Jahnke aus Witzenhausen.

Bei den Damen war die Bad Emstalerin Tanja Nehme eine Klasse für sich. Die Senioren-Vizeweltmeisterin der Altersklasse W 45 über 800 Meter gewann in 1:33,33 Stunden und lief einen Vorsprung von 14 Minuten heraus. Beim Marathon siegte der Kasseler Jörg Kreiker in 3:29,38 Stunden. Bester Witzenhäuser war Jan Linnenkohl als Siebter, der sich für seinen ersten Marathon gleich den Landschaftsmarathon zum Bilstein mit 1100 Höhenmetern ausgesucht hat. Er bewältigte die Strecke mit einigen Trailabschnitten in 3:41,54 Stunden. „Für meinen ersten Marathon bin ich angesichts des Höhenprofils mehr als zufrieden“, sagte Linnenkohl nach dem Zieleinlauf. Bei den Frauen siegte Christiane Kempkes aus Borken vor Anna Riethmüller vom Eschweger TSV. Die Vorjahressiegerin Antje Feldmann aus Ellingerode wurde trotz fast gleicher Laufzeit Vierte vor der Kleinalmeröderin Susanne Sußebach, die fünf Minuten schneller war als im vergangenen Jahr.

Alte Bekannte

Beim Wandermarathon über 42,5 Kilometer gewannen indes zwei alte Bekannte. Bei den Herren gewann Andrea Rauch aus Petriroda in 5:36,40 und bei den Damen Martine Vallin-Lange aus Göttingen in 6:20,48 Stunden. Beste heimische Wanderer waren Markus Fahrenbach aus Laudenbach und Stefan Asseln aus Witzenhausen, die den Marathon in knapp sieben Stunden erwanderten. Mit der sensationellen Zeit von 4:29,03 setzte der neue Deutsche Meister Florian Reichert aus Göttingen Maßstäbe auf der Ultra-Marathonstrecke. Nach 17 Kilometern setzte er sich von seinen Konkurrenten ab. „Am Steilstück bin ich einfach mein Tempo weitergelaufen, während die anderen etwas nachließen“ sagte Reichert, der seinen Vorsprung danach kontinuierlich ausbaute. Dabei hatte er nach eigener Aussage eine kleine Schwächeperiode in der Hälfte und am Ende des Rennens zu überstehen, weil er zu wenig gegessen hatte. Damit meinte er die sehr energiereichen Gels, die er während des Laufes zuführt. Ein Erfolgsgarant für die gute Zeit war die gute Trainingsvorbereitung und dass sein Puls bei den Anstiegen unter 160 Schlägen blieb.

Im Trainingsbetrieb spult der Lehrer wöchentlich 130 Kilometer ab. Unter der Woche läuft er täglich bis zu 20 Kilometer. Am Wochenende ist eine Einheit zwischen 25 und 50 Kilometern vorgesehen. Beim Meisterschaftsrennen verbrauchte Reichert etwa 3600 Kalorien.

Von Hartmut Neugebauer

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