Wenn erst der Migarang dreht

Laienspielgruppe Roßbach beeindruckte mit Theaterstück vom "Roßbächer Dorfgericht"

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Mistgabel-Bumerang: Als Heino Bollmann (Rouven Pfurr, Mitte) während der Verhandlung seinen „Migarang“ vorführt, müssen Gerichtsdiener Alfons Brand (Stefan Rauchhaus) und Richterin Barbara Saal-Esch (Jutta Schneider) in Deckung gehen. 

Rossbach. Schublade, Glöckchen, Strich sind 60 Euro – dieses vereinfachte Roßbächer Rechenmodell machte beim Theaterstück vom „Roßbächer Dorfgericht“ die Runde und war bei Eingeweihten durchaus beliebt.

Bei dieser etwas außergewöhnlichen Gerichtsverhandlung im umfunktionierten Gerichtssaal der Gaststätte glänzte die Laienspielgruppe des Landfrauenvereins Roßbach durch Leidenschaft, Wortwitz und großer schauspielerischer Leistung.

Eigentlich sollte ein Scheunenbrand verhandelt werden, in dem Niklas Börner (Sebastian Fischer) als Brandstifter kurz und knapp verurteilt werden sollte. Aber da hatten Staatsanwalt Rigobert Roos (Thorsten Gärtner) und Richterin Barbara Saal-Esch (Jutta Schneider) die Rechnung ohne die findigen Roßbächer gemacht. Denn die hatten einige Nebenschauplätze aufgemacht, die dem Stück die feine Würze gaben. Da wurde während der Verhandlung mal Bauernbrot mit Ahler Wurscht und Gürkchen gereicht, auf Veranlassung der Rechtsanwältin das Cabrio des Staatsanwalts mit Gülle gefüllt, Versicherungsverträge angeboten, über den Romantikzuschlag für das Scheunenetablissement der Kneipenwirtin und deren Buchführung gesprochen und ein ständig sich wiederholender Witz vom Gerichtsdiener in kaiserlicher Uniform erzählt.

Auch kommt der „Migarang“ (Mistgabel-Bumerang) zum Einsatz und die Beteiligten müssen während der Verhandlung das nicht versicherte Haus des dubiosen Versicherungsvertreters löschen. Zu allem Überfluss kommt dann noch heraus, dass der Versicherungsvertreter ein Kind mit der Freundin des Staatsanwalts hat, die zugleich die Tochter der Richterin ist. Wie dem auch sei: Diplomatisch fällt Saal-Esch zum Schluss mehrere Urteile, die alle Beteiligten und die Roßbächer zufriedenstellen.

Das Roßbächer Dorfgericht – ein kurzweiliges und unterhaltsames Theaterstück, in dem die Lachmuskeln der Besucher Höchstleistung bringen mussten.

Info:  Karten gibt es noch für die Vorstellung am Donnerstag, 15. März, Restkarten für den 16. und 17. März (Beginn: jeweils 20 Uhr) bei Bernd Werner, Tel. 0 55 42 / 7 27 09.

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