Neuer Blick auf Kirche

Landeskirche testet in Hundelshausen und Dohrenbach neue Art von Gemeindebrief

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Freuen sich über den neuen Gemeindebrief: Doris Büchner (von links, Gemeindesekretärin und Mitglied des Redaktionsteams), Pfarrerin Petra Schwermann (Pressesprecherin der EKKW), Ursula Lückert (Kirchenvorsteherin und Mitglied des Redaktionsteams), Olaf Dellit (Redakteur „Blick in die Kirche“) und Pfarrer Dr. Christian Schäfer (Hundelshausen/Dohrenbach). 

Dohrenbach/Hundelshausen. Wer dieser Tage in Dohrenbach und Hundelshausen in den Briefkasten schaut, wird ein neues Magazin entdecken.

Es heißt „Blick“ und ist Teil eines Pilotprojekts der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der örtlichen Kirchengemeinden, das aktuelle Nachrichten aus der Gemeinde mit Berichten zu Fragen der Zeit und des kirchlichen Lebens verknüpfen soll.

Passend zum Start des neuen Kirchenjahrs am 1. Advent erscheint der Gemeindebrief im neuen DIN-A4-Format – größer, bunter und gut lesbar. Darin liegt das Magazin „Blick in die Kirche“, das Informationen zu aktuellen kirchlichen Themen liefert und vom EKKW-Presseteam in Kassel erstellt wird. „Bewährtes ist im Gemeindebrief erhalten geblieben, wie die Termine der nächsten Monate, Veranstaltungshinweise, Monatssprüche, das geistliche Vorwort des Pfarrers sowie Informationen über Amtshandlungen und Geburtstagskinder ab 70 / 75 Jahre“, erläutert Petra Schwermann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim Landeskirchenamt. Hinzu kämen Nachrichten aus den Gemeinden, der Kindertagesstätte und der Grundschule.

Die Idee zu dieser Kombination aus dem Gemeindebrief mit beigelegtem „Blick“-Magazin hatte der Pfarrer von Hundelshausen und Dohrenbach, Dr. Christian Schäfer, bereits während seines Vikariats. Er fragte sich, wie das über die Tageszeitungen verteilte Mitgliedermagazin der Landeskirche weitere Menschen erreichen kann. Im Januar bot Schäfer seine erste Pfarrstelle Hundelshausen-Dohrenbach als „Testgemeinde“ an.

Rund 1000 Exemplare werden zunächst auf Kosten der Landeskirche für die beiden Kirchengemeinden gedruckt, sagt Schäfer. Nach einem Jahr kommen die Abläufe für die Erstellung des Gemeindebriefs auf den Prüfstand: Wie groß ist der Aufwand? Wie klappt die Umsetzung? Was sagt die Gemeinde? Im besten Fall kann dann eine Vorlage für das Layout-Programm Microsoft Publisher erstellt werden, mit der Pfarrer, Mitarbeiter oder Kirchenvorstände ganz einfach einen modernen Gemeindebrief mit mindestens vier Seiten erstellen können. 

Dann müsse nichts mehr geklebt und kopiert werden, wie das in einigen Gemeinden der Fall sei, so Schäfer. Andere Gemeinden ohne eigenes Blättchen bekämen vielleicht Lust, eines zu gestalten. Durch das beigelegte Magazin müssten die Pfarrer auch nicht weitere Themen recherchieren, sondern hätten mehr Zeit für die Gemeinde. Schwermann hofft, dass sich viele Gemeinden dem Projekt anschließen.

Das sechsköpfige Redaktionsteam wird den neuen Gemeindebrief für Hundelshausen und Dohrenbach viermal im Jahr erstellen. Er wird weiter an alle Briefkästen verteilt und liegt öffentlich aus. 

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