Halter führen Tiere an der Leine

Landesmeisterschaft im Kaninhop: Wie Springreiten für Kaninchen

Und hopp: Madeleine Anders und ihr Kaninchen Pedro landeten bei den ersten Landesmeisterschaften im Kaninhop gleich auf einem hervorragenden dritten Platz. Foto: Schröter

Witzenhausen. Sie überwinden Hindernisse - fehlerfrei und so schnell wie möglich. Das war das Ziel bei der 1. Landesmeisterschaft im Kaninhop, einem Springwettbewerb für Kaninchen.

„Los Pedro, hopp", ruft Madeleine Anders ihrem Pedro mit liebevoller Stimme zu. Als würde das süße helle Holländer-Mix-Kaninchen mit den runden Knopfaugen und den kleinen Öhrchen diese Worte verstehen, peilt es die nächste Hürde an. Zwei kleine Hopser Anlauf, dann ein großer - und Pedro ist drüber. „Gut gemacht", lobt Madeleine. „Und jetzt weiter…"

Kaninhop heißt der Wettbewerb, bei dem die von ihren Haltern an der Leine geführten Kaninchen in möglichst kurzer Zeit acht Hürden überspringen müssen. Die erste Landesmeisterschaft in dieser neuen Sportart wurde am Sonntag bei der Landesverbandsschau der kurhessischen Rassekaninchenzüchter in der Deula-Ausstellungshalle in Witzenhausen ausgerichtet. Dabei gilt es, die Hindernisse nicht zu berühren und möglichst fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Wie beim Springreiten. Nur alles viel kleiner.

Madeleine Anders vom Kaninchenzuchtverein K 8 Heringen war eine von zehn Teilnehmerinnen der Kaninhop-Konkurrenz. „Das muss man regelmäßig trainieren“, sagt die 22-Jährige. „Und jedes Kaninchen ist dafür auch nicht geeignet.“ Offen und neugierig müsse das Tier sein. Und bloß nicht ängstlich.

„Man sollte nicht mit dem Training beginnen, bevor das Kaninchen ein halbes Jahr alt ist“, rät Madeleine Anders. Das sei sonst nicht gut für die Knochen. „Je öfter man übt, desto schneller lernen sie es dann auch“, so die Heringerin, die in Witzenhausen ihren ersten Wettkampf bestritt. Ein Fehler im ersten Durchgang und ein weiterer im zweiten brachten ihr und Pedro dabei gleich einen tollen dritten Platz ein.

Besser war nur Marie Schneider vom K 2 Baunatal, die mit Schnuffi und Ronja die Plätze eins und zwei belegte. Schnuffi blieb zweimal fehlerfrei und legte in 14,58 Sekunden auch noch die Bestzeit hin. Ronja war im Zeit-Durchgang mit 55,59 Sekunden zwar deutlich langsamer als ihr Stallgefährte, aber der eine Fehler aus Vor- und Hauptlauf reichte für die Silbermedaille.

„Für die erste Veranstaltung dieser Art in unserem Landesverband bin ich sowohl mit der Teilnehmerzahl als auch mit dem Verlauf sehr zufrieden“, freute sich Turnierleiter Reinhold Opfermann.

Der Dank des Landesverbands-Jugendleiters ging an Schiedsrichter Gerd Becker aus Heinebach sowie an die Jugendlichen, die im Vorfeld der Meisterschaft viel Zeit und Mühe beim Basteln der bis zu 25 Zentimeter hohen Hürden aufgebracht hatten.

Von Per Schröter

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