Neue Rektorin an der Lindenhofschule Gertenbach

Vor Linde und Schule: Petra Heinemann ist begeisterte Lehrerin und Organisatorin. Foto: Demmer

Gertenbach. „Ich finde es richtig toll, jetzt nochmal durchzustarten“, sagt Petra Heinemann. Seit 1. Juni ist sie - noch kommissarische - neue Leiterin der Lindenhofschule in Gertenbach.

Und das mit Begeisterung und Energie. Beim Erzählen spürt man, wie sehr es ihr liegt, einerseits zu unterrichten, andererseits aber auch zu organisieren.

Da passt es, dass sie die Schule mit 56 Schülern schmunzelnd als „kleines Unternehmen“ bezeichnet, das sie als gelernte Bürokauffrau gut verwalten könne.

Sowohl als Lehrerin als auch als Führungskraft sei Struktur wichtig, aber auch Impulsivität. „Man muss Menschen mitnehmen können“, sagt Heinemann. Ihren Kolleginnen sagt sie schon mal, dass diese sie stoppen sollen, wenn sie zu schnell vorprescht. Denn: In einem kleinen Team, in dem die Arbeitsbelastung auf gerade einmal vier Lehrerinnen verteilt sei, müsse man das Arbeitsvolumen im Blick haben.

Insgesamt herrsche eine positive Arbeitsatmosphäre an der kleinen Dorfschule, betont Heinemann, die selbst Klassenlehrerin der vierten Klasse ist. Das merkt man als Außenstehender am freundlichen, offenen Umgang, den alle miteinander pflegen.

Offen ist viel in der Lindenhofschule. Zum Beispiel auch die Türen der Klassenzimmer. Für Arbeitseinheiten gibt es viele kleine Tischgruppen, an die sich die Kinder zurückziehen können.

Die gute Unterrichtsqualität, die sie vorgefunden hat, will Heinemann als Rektorin weiterentwickeln, so dass „alle Kinder eine individuelle, persönliche und positive Lernentwicklung mit Spaß und Freude haben“. Darauf legt sie Wert.

In der Lindenhofschule lernen die Kinder der ersten und zweiten Klasse zusammen. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit der individuellen Beschulung“, sagt Heinemann. Etwas langsamere Kinder können drei Jahre bleiben, fixere Erstklässler aber auch schon mit Material der Zweitklässler arbeiten.

Neben Hausaufgabenbetreuung und Mittagessen bietet die Schule Arbeitsgemeinschaften und Aktionen des Betreuungsteams, das bis 14.30 Uhr da ist. Danach gibt es bis 16 Uhr Schulkinderbetreuung durch die Arbeiterwohlfahrt.

Als Eine-Welt-Schule arbeitet man in Gertenbach mit externen Partnern wie dem Eine-Welt-Laden zusammen. Es werden aber auch Themen wie „Kinderrechte“ und „biologische Nahrungsmittelerzeugung“ behandelt, erklärt Heinemann. Wichtig ist ihr zudem, dass die Kinder Demokratie lernen. So haben die Schüler zum Beispiel entschieden, dass sie Lehrer haben möchten, die gut erklären können. Auch bei Lernformen wie mehr Gruppenarbeit dürfen sie mitbestimmen.

Für die Zukunft der Schule hat Heinemann noch mehr Ideen und man glaubt ihr sofort, wenn sie sagt: „Ich liebe meinen Beruf und gehe gerne zur Arbeit.“

Mehr zur Person von Petra Heinemann lesen Sie in der gedruckten Mittwochs-Ausgabe der HNA.

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