Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Verschwisterung

Liebe legt Grundstein für Städtepartnerschaft Hessisch Lichtenaus mit Dessel

Die Urkunden unterzeichnen Kris Van Dijck (links) und Michael Heußner, dahinter Herman Minnen (von links), Luk Nuyts, Barbara Rommens (alle Dessel), Dirk Oetzel, Anita Vandendungen (Dessel), Jürgen Herwig, Johan Wils (Dessel) und Alfred Weise.
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Partnerschaft erneuert: Die Urkunden unterzeichnen Kris Van Dijck (links) und Michael Heußner, dahinter Herman Minnen (von links), Luk Nuyts, Barbara Rommens (alle Dessel), Dirk Oetzel, Anita Vandendungen (Dessel), Jürgen Herwig, Johan Wils (Dessel) und Alfred Weise.

Die Verschwisterung zwischen Dessel in Belgien und Hessisch Lichtenau besteht fort: Am Sonntag unterzeichneten Bürgermeister Michael Heußner und sein belgischer Amtskollege Kris van Dijck im Bürgerhaus der Lossestadt die Urkunden und besiegelten damit den einhelligen Wunsch der Bevölkerung beider Städte zu einer dauerhaften Freundschaft.

Hessisch Lichtenau – Eine viertägige Jubiläumsfeier sollte bereits im Sommer dieses Jahr in Dessel stattfinden, doch dem hatte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Auch wenn die Verschiebung der Feierlichkeiten auf das kommende Jahr bereits beschlossene Sache war, hatten die Desseler doch den Wunsch geäußert, die Urkunden noch im Jubiläumsjahr zu unterzeichnen. So war eine Delegation aus Dessel, an der Spitze Bürgermeister Kris Van Dijck und Johan Wils, Vorsitzender der Verschwisterungskommission, zum kleinen Festakt in die Lossestadt angereist.

Leider ohne den erkrankten Helmut Riemenschneider. Der gebürtige Retteröder hatte 1961 Rosa Van Hout, Tochter des damaligen Desseler Bürgermeisters Jozef Van Hout, geheiratet und damit den Grundstein für die Verschwisterung gelegt. Nach 60 Ehejahren starb die 81-Jährige dieses Jahr im Sommer.

Zur Feier im großen Bürgerhaussaal, aber coronakonform im kleinen Kreis begrüßte Bürgermeister Michael Heußner auf Lichtenauer Seite Stadtverordnetenvorsteher Dirk Oetzel, Ex-Bürgermeister Jürgen Herwig, Mitglieder des Stadtparlaments, des Magistrats sowie der Kommission für Verschwisterung und europäische Zusammenarbeit.

Stellvertretend für alle Verstorbenen, die sich um die Verschwisterung verdient gemacht haben, rief Michael Heußner zu einer Schweigeminute für Rosa Van Hout, Hans Heckrodt und Jan Van Hout auf.

Während auf der großen Leinwand eine Bilderstrecke viele Begegnungen der vergangenen fünf Jahrzehnte dokumentierte, erinnerte Heußner an den 2. Oktober 1971, als die beiden Bürgermeister Jozef Van Hout und Heinz Jünemann im Desseler Rathaus die Urkunden unterzeichneten und damit die dauerhafte Freundschaft zwischen den beiden Kommunen besiegelten.

Hundertfach habe es im Laufe der Zeit Begegnungen gegeben, sowohl in den Familien als auch über die Schulen, die Politiker und die Bürger, erinnerte Heußner mit besonderem Blick auf die Radtouren, die ab dem 20-jährigen Bestehen im Jahr 1991 alle zehn Jahre stattgefunden haben.

Die Freundschaft bedarf immer wieder neuer Impulse, um sie mit Leben zu erfüllen, sagte Heußner und stellte für die Feier im kommenden Jahr eine Radtour in abgespeckter Version in Aussicht. Für Kris Van Dijck ist die Liebe von Helmut Riemenschneider und Rosa Van Hout mit dem Start vor 60 Jahren über Ländergrenzen hinweg in eine gemeinsame Zukunft beispielhaft für die Entwicklung in Europa.

Hatten sich die Völker im Zweiten Weltkrieg noch bekämpft und viele Tote zu beklagen, seien sich Eltern und Großeltern auf beiden Seiten einig gewesen: nie wieder Krieg. Heute sei es wichtig, für eine gemeinsame Zukunft zu kämpfen – für Europa, mahnte Dessels Bürgermeister und bedankte sich bei all denen, die sich in der Städtepartnerschaft bisher dafür stark gemacht haben.

Nach dem Austausch von Geschenken – Heußner hatte eine neue Verschwisterungstafel anfertigen lassen, Van Dijck einen Stapel Desseler Touristenführer sowie einen Kasten heimischen Biers und Gläser mit Stadtwappen dabei – wurden die Urkunden unterzeichnet.

Nach der Kaffeetafel folgte eine Stadtführung mit Frau Holle alias Annemarie Huck, abends klang die Feier in gemütlicher Runde aus. Die musikalische Unterhaltung im Bürgerhaus hatte Timo Lübeck, Musiklehrer an der Freiherr-vom-Stein-Schule, am Klavier übernommen. (zlr)

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