Ausschuss diskutiert über Platz für Bauwägen und kleine Häuser

Lösung für illegales Wohnen in Witzenhausen

Bauwägen - wie hier auf dem Symbolbild auf einer Wiese in Großalmerode-Uengsterode – werden in Witzenhausen oft zum Wohnen benutzt. Nun soll nach einer Lösung zum legalen Wohnen gesucht werden.
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Bauwägen - wie hier auf dem Symbolbild auf einer Wiese in Großalmerode-Uengsterode – werden in Witzenhausen oft zum Wohnen benutzt. Nun soll nach einer Lösung zum legalen Wohnen gesucht werden.

Wie soll mit Bauten, für die keine Genehmigung vorliegt, in Witzenhausen künftig umgegangen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag.

Witzenhausen - Speziell geht es um Bauwägen, die zum Wohnen genutzt werden, von denen nach Aussage von Bürgermeister Daniel Herz mindestens 50 im Stadtgebiet Witzenhausens stehen – viele davon ohne Genehmigung.

Wie Bauamtsleiter Bernd Westermann erklärte, sind laut Baugesetzbuch Splitteransiedlungen im Außenbereich, zum Beispiel durch Bauwägen, unzulässig. Einige illegale Bauten seien der Bauaufsicht des Werra-Meißner-Kreises mitgeteilt worden. Bei einem Teil sei der Abbruch veranlasst worden, aktuell gebe es jedoch eine Duldung bis sich Witzenhausen positioniert hat, wie mit ihnen umgegangen werden soll.

Westermann schlug vor, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Mit dieser soll ein geeigneter Raum gefunden werden, an dem Wohnwägen, aber etwa auch Tiny Houses (sehr kleine, mobile Häuser) legal stehen können. Für diese soll dann eine Infrastruktur mit Wasser, Abwasser und Brandschutz geschaffen werden. Zudem sollen die Betroffenen mit einbezogen werden.

Der Vorschlag wurde generell von den Abgeordneten begrüßt. Linken-Stadtverordnete Heidi Rettberg sagte, dass der Stadt durch die aktuell vereinzelt in Wald und Flur stehenden Bauwägen nichts Gutes getan werde. Zum einen wegen der Frage nach Wasser, Abwasser und Müll, zum anderen aber auch, weil durch die Wägen etwa Tiere und Jäger gestört werden könnten. Harald Ludwig lobte, dass durch die Machbarkeitsstudie die Chance auf eine Lösung bestünde. Die Stadtverordneten hätten auch sagen können, dass sie dieses Problem nichts angehe, sondern Sache der Bauaufsicht sei.

Schlussendlich stimmten nur die zwei Ausschussmitglieder der SPD für den Antrag, die restlichen vier enthielten sich. Für die CDU erklärte Sylvia Müller, dass man sich erst in der Fraktion beraten wolle und dann im Bauausschuss mit abstimme.  nde

Von Nicole Demmer

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