Luft soll in Witzenhausen auf Schadstoffe geprüft werden

Witzenhausen. Im Bauausschuss hatte es noch so ausgesehen, als würde es nie eine Messung der Luftqualität in Witzenhausen geben - zu sehr prallten die verschiedenen Positionen aufeinander.

In der jüngsten Parlamentssitzung allerdings fanden die Abgeordneten nach über einem Jahr Streit endlich eine Einigung.

Die Stadtverordneten beauftragten den Magistrat damit, die Messung der Stickstoffdioxidbelastung in Witzenhausen mit Hilfe eines Passivsammlers in Auftrag zu geben. Die Messung soll ein Jahr dauern, die Passivsammler im Bereich Schützenstraße/Hinter den Teichhöfen aufgestellt werden. Den genauen Standort legt das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) fest. 21 Abgeordnete stimmten dafür, sieben dagegen, drei enthielten sich. Dieses Ergebnis kann man als Sieg für Beate Oetzel (FWG) werten, die seit Langem für eine Luftmessung in Witzenhausen kämpft.

Im Ringen mit dem Ausschuss musste sie allerdings auch Kompromisse machen. So zog sie nach intensiven Diskussionen im Präsidium das Angebot zurück, dass die FWG-Fraktion die Messung über eine zweckgebundene Spende von 2000 Euro finanzieren würde. Jetzt zahlt die Stadt die Messung.

Im Bauausschuss hatten die Abgeordneten noch erbittert darüber gestritten, ob die von Oetzel vorgeschlagene Messmethode überhaupt wissenschaftlich verwertbare Daten liefern könne. Das hatte vor allem Lukas Sittel (SPD) angezweifelt, wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht. Laut Sittel sei es problematisch, dass der Passivsammler nur Mittelwerte liefere, aber keine Spitzenwerte von einzelnen Tagen, an denen die Belastung der Luft besonders hoch ist.

Vom HLNUG kam nach dem Ausschuss die Information, dass das Land doch eine detailliertere Luftmessung mit einer anderen Methode zahlen würde, wenn bei der Vorabmessung per Passivsamler eine erhöhte Belastung mit Stickstoffdioxid festgestellt würde. Damit konnten auch Abgeordnete abseits der FWG-Fraktion leben.

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Rubriklistenbild: © dpa

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