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Markt-Zulauf in Witzenhausen wird beobachtet

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Von: Nicole Demmer

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Von der Brückenstraße kommend werden Passanten durch ein Plakat am Bauzaun darauf hingewiesen, dass der Wochenmarkt verlegt wurde.
Von der Brückenstraße kommend werden Passanten durch ein Plakat am Bauzaun darauf hingewiesen, dass der Wochenmarkt verlegt wurde. © Nicole Demmer

Der Wochenmarkt in Witzenhausen bleibt Gesprächsthema - diesmal bei den Stadtverordneten.

Witzenhausen – Gleich mehrmals war der freitägliche Wochenmarkt in Witzenhausen Thema während der jüngsten Stadtverordnetensitzung am Dienstag.

Hintergrund ist die Verlegung des Marktes an die Liebfrauenkirche, bedingt durch die Umbauarbeiten des Marktplatzes, dem eigentlichen Ort des Wochenmarktes. Durch den neuen Ort klagen die Standbetreiber über erhebliche Umsatzeinbußen (HNA berichtete). Das Fazit: Es wird eine Gesprächsrunde geben, an der unter anderem Bürgermeister Daniel Herz, Tourist-Info-Geschäftsführer Johannes Siebold, Kai Simon von der Bauverwaltung, Marktbeschicker Henner Gädtke und Gastwirt Uwe Arends teilnehmen sollen.

Während der Aktuellen Stunde hatte Grünen-Stadtverordnete Hannelore Erfurth darauf hingewiesen, dass die Stadt entsprechenden Bitten gefolgt und ein Plakat am Marktplatz aufgehängt habe, mit dem auf den neuen Standort hingewiesen wird. Sie erklärte, dass im Vorfeld der Verlegung auch überlegt worden sei, den Markt auf der Steinstraße stattfinden zu lassen und regte zudem an, dass dann auf dem Ditsl-Parkplatz eine Möglichkeit geschaffen werden könne, Einkäufe abzustellen. Zudem könne über die Parkgebühren in der Kirschenstadt nachgedacht und ein Flyer entworfen werden, in dem auf die regionalen Produkte des Marktes aufmerksam gemacht werde. Silvia Hable von der Bunten Liste regte an, bei Überlegungen zur Steinstraße auch den Antrag ihrer Fraktion zu einer temporären Spielstraße mit einzubeziehen.

„Es ist wunderschön an der Kirche, aber die Leute kommen nicht“, berichtete der Grünen-Stadtverordnete Henner Gädtke, der selbst mit einem Stand auf dem Markt vertreten ist. Bisherige Märkte auf der Steinstraße hätten weniger Einbußen generiert, an der Kirche lägen diese bei bis zu 40 Prozent. Ein Grund dafür könne sein, dass der Platz an der Kirche für Passanten nicht sofort einsehbar sei.

Gädtke bitte daher darum, den Standort nochmals zu überdenken.

Bürgermeister Daniel Herz erklärte, dass es aufgrund der zu geringen Besucherzahlen bereits vor Wochen Gespräche gegeben habe. Einer der Gründe für den Einkäufer-rückgang könnten die gestiegenen Energiekosten sein, wegen denen die Menschen ihr Einkaufsverhalten änderten. Stadt und Tourist-Info würden mehr Werbung für den Wochenmarkt machen. Die Entwicklung solle beobachtet und in zwei Wochen neu bewertet werden.

Das Parlament hatte einem kurzfristigen Berichtsantrag der SPD-CDU-Koalition stattgegeben, wonach der Magistrat darlegen solle, was kurzfristig geplant ist, um den Markt zu unterstützen. Beraten wurde dieser nicht mehr, da bereits im Vorfeld ausgiebig über den Markt gesprochen wurde. Nun solle laut SPD-Fraktionschef Lukas Sittel erst einmal das Protokoll der Stadtverordnetenversammlung abgewartet werden. (nde)

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