50 Rallye-Fahrer nehmen teil

Martin Lorenz fährt für guten Zweck 8000 Kilometer nach Afrika

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Plant ein großes Abenteuer: Autofan Martin Lorenz aus Witzenhausen möchte mit seinem Mercedes im März für vier Wochen durch die Wüste Afrikas fahren. In Banjul wird das Auto dann für einen guten Zweck versteigert.

Witzenhausen. Zwei alte Mercedes, mehrere Kanister Sprit und viel Abenteuerlust: Damit will Martin Lorenz im März knapp 8000 Kilometer quer über den afrikanischen Kontinent fahren.

Mit im Team: Sein Onkel Bernhard Riese aus Dresden, Martin Witzel aus Fulda und Michael Panno aus Dresden.

Die Benefiz-Rallye von Dresden nach Banjul (Gambia) findet seit 2011 zweimal im Jahr statt und bringt zahlreiche Autofans aus Deutschland dazu, ihre Fahrzeuge aufzurüsten, nach Afrika zu fahren und in Banjul für einen guten Zweck versteigern zu lassen. Die Summe für zwei Mercedes W124 T-Modelle, die Martin Lorenz und seine Freunde wochenlang aufwendig aufgerüstet haben, soll der Unterstützung von Schulen sowie medizinischen Einrichtungen dienen. „Es fühlt sich richtig an, ein Abenteuer mit Sinn und Zweck anzugehen. Aber natürlich geht es uns auch vor allem um den Reiz, eine verrückte Idee umzusetzen und eine überwältigende Reise zu erleben“, beschreibt der Mechaniker seine Entscheidung.

Von Europa nach Afrika 

Von Dresden über Spanien, mit der Fähre nach Marokko und anschließend durch die Sahara nach Gambia - während ihrer Reise müssen die vier Freunde nicht nur „Kilometer schrubben“, sondern auch mit extremer Hitze auskommen, für ausreichend Verpflegung und Sprit sorgen sowie die Sicherheitsvorkehrungen fremder Länder kennenlernen. „Wir haben rund 7000 Euro in die Autos gesteckt. Neue Radlager, Bremsen, Reifen und Luftfilter - die Fahrzeuge müssen uns sicher nach Banjul bringen und auch für die Versteigerung hochwertig bleiben“, betont Lorenz.

Insgesamt nehmen knapp 50 Rallyefahrer an dem großen Projekt in Afrika teil. „Ich hoffe, dass wir nicht nur spannende Eindrücke von den fremden Kulturen bekommen, sondern auch unter den Autofahrern zusammenwachsen und eine spektakuläre gemeinsame Erinnerung mit nach Hause nehmen“, hebt Lorenz hervor.

Der Gedanke daran, die zwei Autos abgeben und mit dem Flugzeug zurückfliegen zu müssen, erfüllt den 32-Jährigen schon jetzt mit etwas Wehmut: „Man hat ja schließlich so viel Arbeit und Herzblut investiert, und wird von den Autos wochenlang begleitet. Aber es ist ja für eine gute Sache bestimmt.“

Finanzielle Unterstützung für sein Vorhaben hat der 32-jährige Witzenhäuser unter anderem durch seinen Arbeitgeber Repa Maschinenbau aus Hessisch Lichtenau erhalten. Über viele weitere Sponsoren, die in Form eines Auto-Aufklebers mit durch die Wüste reisen werden, würden sich die vier Abenteurer selbstverständlich freuen.

Kontakt

Interessenten können sich unter der E-Mail-Adresse m-lowbenz@gmx.de bei Martin Lorenz melden.

Mehr Infos zur Rallye: www.rallye-dresden-dakar-banjul.com

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