Tipps für den richtigen Medienkonsum von Kindern

Sicher im Netz unterwegs: Medienberater Dirk Rudolph erklärt Franziska Neuenroth, wie man Sicherheitseinstellungen am Computer und am Smartphone vornehmen kann. Foto: Neugebauer

Witzenhausen. Welche Gefahren birgt das Netz und wie gehe ich als Elternteil mit der Mediennutzung meiner Kinder um? Das  Medienzentrum des Werra-Meißner-Kreises hat im Jugendraum Freiraum in Witzenhausen Tipps gegeben.

Smartphone und Tablet sind heute ständige Begleiter der Kinder und Jugendlichen von heute und die intensive Nutzung beginnt immer früher.

Wie kann ich den Medienkonsum meines Kindes beeinflussen? 

Stadtjugendpfleger Kai Zerweck: Das Wichtigste ist, dass sich Eltern mit dem Medienkonsum ihres Kindes auseinandersetzen ohne zu sehr in seine Persönlichkeit einzugreifen. Eltern sollten Vorbild im Medienkonsum sein und gemeinsame Alternativen ohne Tablet oder Smartphone anbieten. Mit einem Mediennutzungsvertrag lässt sich eine gemeinsame Mediennutzung (www.mediennutzungsvertrag.de) vereinbaren.

Wie erkenne ich, ob mein Kind mediensüchtig ist? 

Harald Nolte, Suchtberater Diakonisches Werk: Wenn die Bedeutung des Computers so groß ist, dass kein Raum mehr für andere Dinge bleibt, wird es problematisch. Unwiderstehliches Verlangen zum PC, zeitlicher Kontrollverlust der Computeraktivität, Vernachlässigung von Familie, Freunden und Hobbys, Leistungsabfall, Übermüdung, Verheimlichung der PC-Nutzung und erhöhte Reizbarkeit sind Anzeichen einer beginnenden Medien- und Computersucht.

Welche Sicherheitshinweise sollten im Netz unbedingt beachtet werden? 

Medienberater Dirk Rudolph: Wie beim PC sind auch beim Tablet oder Smartphone Virenschutz und Passwörter unerlässlich. Die Anfangsbuchstaben eines leicht einprägsamen Satzes mit einer Ergänzung der jeweiligen Anwendung gelten als sichere Passwörter. Es sollten Sicherheitseinstellungen zum Kauf einer App oder hinsichtlich der Altersfreigabe einer App auf dem Smartphone vorgenommen werden.

Jede freie Minute sitzt mein Kind am Computer und spielt; wann ist das gesunde Maß überschritten? 

Armin Bahl, Jugendschutz und Lisa Kaufmann, Schulsozialarbeit: Kopfschmerzen, Gereiztheit Vernachlässigung des sozialen Umfelds und Leistungsabfall sind häufige Symptome für zu viel Computerspiel. Eltern sollten das Computerspiel selbst einmal spielen und sich die Faszination von ihrem Kind erläutern lassen.

Was sollte ich über die rechtlichen Dinge im Netz wissen?

Reiner Lingner, Polizeidirektion: Streng genommen wird das Urheberrecht bereits verletzt, wenn man Bilder anderer Personen oder deren Privatsphäre ohne deren Erlaubnis ins Netz stellt. Das Posten von Bildern mit Personen in hilflosen Lagen, gewaltverherrlichender oder kinderpornografischer Bilder ist ein Straftatbestand.(znb)

www.jugendnetz-wmk.de

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