130.000 Euro stünden zur Verfügung

Ersatzzahlungen für Windräder: Mehr Flächen für Streuobst rund um Witzenhausen

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Hier gibt es hoffentlich in den nächsten Jahren Obst: Im Bereich „Am Steimel“ oberhalb von Gertenbach wurde eine neue Streuobstallee gepflanzt. 

Streuobst dank Windrädern – das gibt es künftig an Dörfern rund um Witzenhausen. Denn die Stadtverwaltung nutzt ihren Anteil an den Ersatzzahlungen, die sie für den Bau von Windrädern ans Land Hessen erhalten hat.

Besonders wird der Anteil für die Pflege und Anpflanzungen von Streuobstwiesen und -alleen eingesetzt. Wie Christel Wiegel vom Bauamt erklärt, mussten unter anderem die Firmen Enercon und die Stadtwerkeunion Nordhessen Ersatzzahlungen leisten, weil die von ihnen gebauten Windräder bei Schloss Berlepsch und im Bereich Hausfirste das Landschaftsbild beeinträchtigen. 

Diese Zahlungen sollen gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz möglichst auf dem Gebiet der Kommune für Naturschutzprojekte verwendet werden, die von den Windrädern betroffen ist.  Deshalb habe die Stadt beim Regierungspräsidium (RP) Kassel mehrere Projekte vorschlagen können.

130.000 Euro stünden Stadt für Umsetzung zur Verfügung

Aktuell stünden der Stadt für die Umsetzung mehr als 130.000 Euro zur Verfügung, über die sie selbst verfügen kann. Würde die Stadt das Budget nicht nutzen, könnte das RP es für allgemeine Naturschutzprojekte verwenden. 

Doch in Witzenhausen gibt es eigene Ideen: Die Kirschenstadt setzt – ganz im Zeichen der Obstbauregion – auf städtischen Wegeparzellen und Grundstücken auf Streuobst-Projekte, die typisch für die Landschaft der Region sind.

Fünf Projekte bereits in Jahren 2017 und 2019 umgesetzt

Laut Wiegel sollen davon mehrere Gemarkungen im Stadtgebiet profitieren. Fünf Projekte wurden bereits in den Jahren 2017 und 2019 umgesetzt. 

Dazu gehören zusätzliche Obstbäume in der Gemarkung Berlepsch-Ellerode, Arbeiten für die Streuobst-Projekte „Hasenfeld“ und „Kesstieg/Saurasen“ bei Kleinalmerode sowie die Pflege und Neupflanzung von Streuobstalleen im Bereich „Über der Vogelstange“ am Warteberg in Witzenhausen und „Am Steimel“ in Gertenbach. Hier weisen Schilder auf die Förderung durch das Land hin.

Streuobstwiese bei Ermschwerd soll noch dieses Jahr gepflegt werden

Sechs weitere Projekte sollen noch folgen, kündigt Wiegel an. Noch in diesem Jahr sollen die Streuobstwiese „Auf dem Hutekampf“ bei Ermschwerd gepflegt und die Bäume geschnitten werden. Bei Gertenbach soll das erste Drittel der Weiden am Auensickgraben gestutzt werden – zwei weitere Abschnitte folgen bis 2021. 

Im Winter soll zudem der Steinbruch bei Gertenbach freigestellt und entbuscht werden.

Die Renaturierung des Hübenbaches in der Gemarkung Berlepsch-Ellerode ist für das Frühjahr und den Frühsommer 2020 geplant. In der Gemarkung Roßbach sollen auf Flächen von Hessen Forst die Feuchtgebiete „Im Kappengraben“ und „Im See“ gepflegt werden.

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