Mehr Platz zum Lehren und Lernen - aber erst im Dezember

Kesperschule in Witzenhausen wird größer

Blick auf den L-förmigen Neubau (rechts), links der Altbau der Kesperschule
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Alt und neu: Der L-förmige Neubau (rechts) entstand auf der Wiese zur Südbahnhofstraße und wird den Altbau der Kesperschule um zwölf Gruppenräume erweitern.

Eigentlich sollte der Erweiterungsbau der Witzenhäuser Kesperschule schon zu Beginn des aktuellen Schuljahres in Betrieb genommen werden. Nachdem sich die Bauarbeiten stark verzögert haben, soll das neue Gebäude nun im Dezember der Schulgemeinschaft übergeben werden.

Witzenhausen – 3,8 Millionen Euro investiert der Werra-Meißner-Kreis in den zweigeschossigen Bau, der auf der Wiese zur Südbahnhofstraße hin entstanden ist. Er bietet insgesamt 1225 Quadratmeter Nutzfläche und bekommt neben zwölf Klassen- und Gruppenräumen auch drei Sanitärräume. „Das ist ein sehr wichtiges Projekt für den Landkreis“, betonte Landrat Stefan Reuß am Donnerstag bei einer Baustellenbesichtigung. Nachdem zunächst nur ein kleiner Neubau mit fünf zusätzlichen Klassenräumen geplant gewesen sei, habe man bei den Planungen wegen der stetig steigenden Zahl der Schüler noch einmal deutlich nachsteuern müssen. Mehrere Jahre sei man an der Grundschule gezwungen gewesen, provisorische Räume zu nutzen. „Jetzt ist es höchste Zeit für die Erweiterung“, betonte Reuß.

„Das Gebäude wird komplett barrierefrei und das Obergeschoss durch einen Fahrstuhl erreichbar sein“, erläuterte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann. Auch werde der Erweiterungsbau mit einer Fußbodenheizung, einer modernen Lüftungsanlage sowie einer Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach ausgestattet, damit er „den höchsten energetischen Ansprüchen“ genügt.

Da der Bau während des laufenden Unterrichts erfolgte, hatte man dafür gesorgt, dass die Zufahrt der Lastwagen und der Baumaschinen auch dann über die Südbahnhofstraße erfolgen konnte, wenn an der Straße selbst gebaut wurde. „Wenn etwa beim Innenausbau einmal doch die Zufahrt über den Schulhof nötig war, dann nur in enger Absprache mit der Schulleitung“, so Wallmann. Und das habe auch gut funktioniert.

„Kreisarchitektin Henrike Losemann, die das Projekt betreut hat, war immer für uns da und hatte immer ein offenes Ohr für unser Anliegen“, bestätigte Schulleiterin Astrid Köhler. Dennoch sei die Tatsache, dass der Bau unterrichtsbegleitend erfolgte, für alle Beteiligten eine Herausforderung und zum Teil „ziemlich belastend“ gewesen. „Umso glücklicher sind wir, dass es jetzt so richtig vorangeht und ein Ende in Sicht ist“, sagte Köhler.

Dass es beim Bau überhaupt zu der Verzögerung gekommen ist – ursprünglich sollte der Bau im Sommer bezugsbereit übergeben werden –, lag an dem komplizierten Vergabeverfahren. „Wir mussten lange kämpfen, um überhaupt Firmen zu bekommen“, sagte der verantwortliche Architekt, Kreis-Gebäudemanagementleiter Theodor Sternal. „Insofern bin ich sogar froh, dass wir jetzt doch schon so weit sind.“

Wann der Neubau tatsächlich in Betrieb genommen wird, steht noch nicht fest. „Der Umzug im laufenden Schulbetrieb wird noch einmal eine Herausforderung, aber auch das werden wir stemmen“, sagte Schulleiterin Köhler. (per)

Vorstellung: Gebäudemanagement-Leiter Theodor Sternal (Zweiter von links) hatte bei der Baustellenbesichtigung mit Landrat Stefan Reuß (von rechts), Stellvertreter Dr. Rainer Wallmann, Architektin Henrike Losemann, Hausmeister Mario Otto (halb verdeckt) und Schulleiterin Astrid Köhler interessierte Zuhörer.

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