Fridays for Future

Mehr Teilnehmer als erwartet beim Klimastreik in Witzenhausen

Menschen in Witzenhausen demonstrierten für mehr Klimaschutz: Neben der Veranstaltung in der Kirschenstadt gab es auch Demos in Kassel mit 6000 Teilnehmern und in Göttingen mit 10 000 Demonstranten.
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Menschen in Witzenhausen demonstrierten für mehr Klimaschutz: Neben der Veranstaltung in der Kirschenstadt gab es auch Demos in Kassel mit 6000 Teilnehmern und in Göttingen mit 10 000 Demonstranten.

Etwa 350 Menschen beteiligten sich am Freitag an der Demonstration von Fridays for Future (FFF) in Witzenhausen.

Witzenhausen – Gerechnet hatten die Organisatoren der Witzenhäuser FFF-Gruppe, Lovis Guleiof und Nahuel Mongi Vollmer, mit 50 Teilnehmern. „Es war ein Erfolg. Toll, dass so viele Menschen unterschiedlichen Alters da waren“, sagte Vollmer. Die Fridays for Future Bewegung hatte bundesweit zum Streik aufgerufen. So waren in Göttingen etwa 10.000 Demonstranten unterwegs, in Kassel waren es 6000.

Vor der Bundestagswahl wollten die Teilnehmer noch einmal auf das Thema Klima aufmerksam machen. Keine Subventionen mehr für fossile Energien und der Kohleausstieg bis 2030 seien dabei wichtige Punkte, so Guleiof und Vollmer. Er sprach zu Beginn der Demo auf dem Marktplatz unter anderem darüber, dass Klimaschutz nicht beim Einzelnen beginne. Verantwortlich seien eher der Kapitalismus und Konzerne, „die unsere Erde ausbeuten“. Aber bei FFF gehe es in erster Linie um System- und nicht um Klimawandel. „Wir müssen das gemeinsam angehen.“

„Wir wollen weiter grüne Wälder haben“ steht auf dem Plakat von Anna-Lorena Otto und ihrem Sohn Emilian.

Anna-Gertrud Siekmann vom Weltladen sagte, der Mensch als Konsument sei zwar auch gefragt, aber wichtiger sei die Verbindung von Wirtschaft, Natur- und Menschenschutz.

Matthias Klipp vom Ortsverband des Bund für Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass es keine Werrabrücke für Fußgänger und Radfahrer, aber stattdessen für Lkw geben soll: „Wenn nötig klagen wir dagegen.“ Anna-Lorena Otto und ihr Sohn Emilian aus Wendershausen demonstrierten für eine bessere Zukunft. „Unsere Kinder sollen nicht unsere riesigen Kohle- und Müllberge wegräumen müssen“, sagte Otto. Sie zogen mit den anderen Demonstranten durch die Altstadt. Die Polizei sicherte den Zug und die Straßen. (ter)

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