Alte Eichen behindern Spielbetrieb

Mitglieder des TC Witzenhausen sorgen sich um Tennisplätze

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Sie haben Angst um den Spielbetrieb: Michael Mischkowsky (von links), Herbert Magerkurth, Gaby Mischkowsky und Ute Geisler vom Tennisclub Witzenhausen.

Witzenhausen. Der Tennisclub (TC) Witzenhausen sorgt sich um den Fortbestand des Spielbetriebs an der Südbahnhofstraße. Grund sind die alten Eichen neben den Tennisplätzen. „Die Sicherheit der Spieler ist so nicht mehr gewährleistet“, sagt Vize-Vorsitzender Herbert Magerkurth.

Seit Jahren bitte man die Stadt, der das Gelände gehört und die laut Pachtvertrag für die Baumpflege zuständig ist, die Eichen zu stutzen. Sie werfen große Schatten auf die Ascheplätze, in Folge sprießt dort viel Moos – und die Plätze werden glatt und rutschig, sagt Vorsitzende Gaby Mischkowsky. Im Spätsommer machen herabfallende Eicheln den Boden für die Spieler unberechenbar. Auch hätten sich Gastspieler bei Liga-Spielen auch über die Licht-Schatten-Reflexe beschwert, die entstehen, wenn das Licht punktuell durch das Laub der großen Kronen fällt. „Die Bälle können oft erst spät erkannt werden“, sagt Sportwartin Ute Geisler. Das habe dazu geführt, dass „auf unseren besten Plätzen direkt am Clubhaus niemand mehr spielen will“, sagt Schriftführer Michael Mischkowsky.

Zudem steigt der Aufwand für die Pflege der Plätze, berichtet der Vorstand. Vor Saisonbeginn müsse mehr Sand abgetragen werden, weil die Wurzeln des Mooses tief in den Platz wachsen. Im Sommer verstopft das Laub die Dränage auf dem Platz sowie die Regenrinnen am Clubhaus. Laut dem Pachtvertrag betreibt der TC die Sportanlage in Eigenregie und trägt die Unterhaltungskosten. Die belaufen sich laut dem Vorstand auf jährlich etwa 7000 Euro. Hinzu kommen 160 Stunden Arbeit, während der zehn Mitglieder im Frühjahr die Plätze fit für die Saison von April bis Oktober machen. Im Sommer kümmert sich ein vom TC bezahlter Platzwart täglich etwa drei Stunden um die Anlage.

Von der Stadt fühlen sich die Tennisfreunde im Stich gelassen. Zwei Briefe seit Mitte November, in denen sie um Rückschnitt der Bäume baten, blieben unbeantwortet. Dann habe die Stadt im November derart kurzfristig eine Begehung angesetzt, dass kein Vorstandsmitglied teilnehmen konnte. Schließlich wurden Anfang Dezember vier Bäume zwischen Fußballplatz und Turnhalle gestutzt – die Bäume am Tennisplatz aber nicht. „Da kommen wir uns veralbert vor“, sagt Magerkurth. Falls die Stadt die Bäume nicht innerhalb der gesetzlichen Frist bis Ende Februar stutzen lasse, müsse man sich im März Gedanken darüber machen, ob man den Spielbetrieb ab 2019 weiter leisten könne.

Anm. der Red.: Nach der Bitte der HNA um eine Stellungnahme hat das Bauamt dem TC einen Ortstermin angeboten.

Was die Stadt zu dem Vorwurf sagt, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeinen.

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