Modern und energetisch fit

Witzenhäuser Turnhalle für 1,4 Millionen Euro saniert

Bauamtsleiter Bernd Westermann und Architekt Hans-Peter Schubert (von links) in der frisch sanierten kommunalen Turnhalle an der Südbahnhofstraße in Witzenhausen.
+
Bauamtsleiter Bernd Westermann und Architekt Hans-Peter Schubert (von links) präsentieren die frisch sanierte kommunale Turnhalle an der Südbahnhofstraße in Witzenhausen.

Die Sanierungsarbeiten an der Turnhalle an der Südbahnhofstraße in Witzenhausen sind so gut wie abgeschlossen.

Die kommunale Turn- und Festhalle wurde 1930 erbaut und ist nun für mehr als 1,4 Millionen Euro saniert worden. Dabei betrug der Anteil des Bundes 650 000 Euro, der des Landes 400 000 Euro und der der Stadt Witzenhausen circa 400 000 Euro.

„Ohne die Hilfe des Bundes und des Landes wäre dieses Vorhaben niemals zu realisieren gewesen“, betont Witzenhausens Bauamtsleiter Bernd Westermann.

Die gesamte Fassade, die Turnhalle selbst sowie die dazugehörenden Räume wurden von Grund auf erneuert – wobei das Augenmerk besonders auf Energieeffizienz und die Modernisierung aller sanitären Anlagen aber auch auf Funktionalität und Ästhetik lag: Die Planer achteten darauf, moderne Materialien und Methoden zu nutzen und das alte Erscheinungsbild zeitgemäßer zu machen, erklärt Architekt Hans-Peter Schubert.

Obwohl viele Elemente umgebaut werden mussten, legten die Planer viel Wert darauf, Geist, Zweck und Aussehen weitgehend zu erhalten, so Westermann: „Es handelt sich bei der Turnhalle um einen typischen Funktionalbau der Zwanziger- und Dreißigerjahre. Dies bedeutet in Synthese: Form folgt Funktion.“

Man habe bewusst versucht, so viel wie möglich des Gebäudes zu erhalten, ohne die nötigen Modernisierungen zu beeinträchtigen. Voll funktionstüchtig sei die Mehrzweckhalle, die vor allem als Sportstätte, sowie als Veranstaltungsort genutzt werden soll. Ob (wie aktuell) Stadtverordnetenversammlungen oder Kulturveranstaltungen – die Halle darf bis zu 200 Personen aufnehmen, wenn nicht gerade die Abstandsregelungen der Corona-Pandemie gelten.

An der Rückseite der Turnhalle kann man trotz laufender Arbeiten die Verbesserungen erkennen. Farben, Materialien, Türen und Fenster sind an den Originalentwurf von 1930 angelehnt.

Bei dem dreijährigen Projekt gehe es nicht um eine Nutzungserweiterung, sondern um eine Instandsetzung und Anpassung an heutige Standards, sagt Westermann. Immerhin sei es die einzige mit Bühne ausgestattete kommunale Halle der Stadt.

Neu ist die wärmegedämmte Hülle, die das gesamte Gebäude umschließt, der Echtholzboden der Halle, der nun eine breitere Nutzung bietet, sowie sämtliche Beleuchtungs-, Heizungs- und Sanitäranlagen, darunter Umkleiden, Toiletten und Gemeinschaftsduschen. Entwickelt und konstruiert wurde alles auch im Hinblick auf Barrierefreiheit und aktuelle Brandschutz- und Hygienevorschriften.

Außerdem verfügt die Anlage nun über ein behindertengerechtes Bad mit Umkleide und Dusche sowie eine Teeküche. Ihr soll ein Vorraum mit Theke in Kürze folgen. „Das Projekt stellt auch einen Erfolg für unsere lokale Wirtschaft dar, über 20 Firmen und vier Planungsbüros, hauptsächlich aus der Region, haben bei der Realisierung mitgearbeitet“, sagt Schubert. Nun sehe man voll Freude zukünftigen Sportereignissen und Veranstaltungen entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.