Workshop in Witzenhausen 

Senioren lernten alles rund um Handys und Smartphones

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Neugierig: Niklas Krumbein (Dritter von rechts) gibt (von links) Christa Bertermann, Alfred Achtelik, Karin Achtelik und Reinhard Meinig Tipps und Tricks zu ihren Smartphones. Seniorenrats-Vorsitzende Georg Gries (stehend) verfolgt die Szene. 

Witzenhausen. Einen Riesenerfolg feierten am Samstag der Jugend- und der Seniorenrat der Stadt Witzenhausen mit dem gemeinsam veranstalteten Handy- und Smartphone-Workshop.

34 Senioren kamen ins Rathaus, um sich von Mitgliedern des Jugendrates Tipps und Tricks rund um die „kleinen digitalen Helfer“ geben zu lassen.

„Mit einer solchen Resonanz hätten wir niemals gerechnet“, sagten Georg Gries, Vorsitzender des Seniorenrates, und Jugendratssprecher Niklas Krumbein.

Eigentlich sei die Teilnehmerzahl auf 25 limitiert gewesen, doch dann seien spontan noch neun weitere Interessenten erschienen. „Und wegschicken wollten wir natürlich niemanden“, meinte Gries. Die Tatsache, dass die Teilnehmer nicht nur aus Witzenhausen, sondern auch aus Hessisch Lichtenau, Bad Sooden-Allendorf, Großalmerode und sogar aus dem niedersächsischen Friedland gekommen seien, zeige eindrucksvoll, wie wichtig dieses Thema für Senioren sei. „Die digitale Welt hat schließlich auch etwas mit Barrierefreiheit zu tun“, sagte Gries.

In einem Vortrag erläuterten Niklas Krumbein, Leonie Zimmermann, Maike Braukmann, Marlene Kühne und Nils Winkler den Anwesenden zunächst Fachbegriffe aus dem Bereich der mobilen Kommunikation und gaben einen Überblick über verschiedene Handy- und Smartphonetypen, über unterschiedliche Tarife, über Anwendungen wie WhatsApp. Anschließend wurde in Kleingruppen weitergearbeitet, wobei jeder Teilnehmer gezielt Fragen zu seinem eigenen Handy oder Smartphone stellen konnte und vieles in der Praxis ausprobiert wurde.

Besitzt ein Smartphone: Eberhart Bohnert, der mit 94 Jahren ältester Teilnehmer des Workshops war. 

„Ich bin hier, weil ich in der heutigen Zeit lebe und nicht als Außenseiter abseits stehen möchte“, sagte Eberhart Bohnert, mit 94 Jahren ältester Teilnehmer inder Runde. Mit 82 Jahren hatte sich der Bad Sooden-Allendorfer einen Computer angeschafft. Und auch ein Smartphone besitze er inzwischen. „Heute wollte ich gern lernen, wie WhatsApp funktioniert und wie ich es auf mein Gerät bekomme, damit ich mit meinen zum Teil im Ausland lebenden Enkeln und Urenkeln darüber kommunizieren kann“, sagte er. Für die Veranstalter hatte Bohnert nur lobende Worte übrig. „Die Jugendlichen haben das wirklich ganz toll gemacht und was der Seniorenrat hier in Witzenhausen auf die Beine stellt, ist einfach nur bewundernswert.“

Ein Lob, das Georg Gries umgehend an den Jugendrat weitergab: „Alle Teilnehmer haben sich sehr darüber gefreut, dass sich die Jugendlichen für sie Zeit genommen und ihr Wissen an sie weitergegeben haben.“ Weil die Nachfrage für den Workshop so gewaltig gewesen sei und es sogar noch zahlreiche weitere Interessenten auf der Warteliste gebe, kündigten Georg Gries und Niklas Krumbein direkt eine zweite Auflage an. „Wann das sein wird, steht noch nicht fest“, sagte Krumbein. „Aber wir hoffen, es noch vor den Sommerferien hinzukriegen.“ 

Die wichtigsten Fragen des Workshops

Diese Fragen zu Handy und Smartphone haben die Senioren am häufigsten gestellt:

Was soll ich kaufen?

Will man ins Internet gehen, braucht man ein Smartphone. Will man telefonieren und Kurznachrichten schreiben, reicht ein Handy.

Welcher Vertrag ist für mich der beste? 

Das hängt von den eigenen Wünschen ab. Hier können Freunde und Experten vor Abschluss beraten.

Wo finde ich Anwendungen wie WhatsApp? 

Beim I-Phone im App-Store von Apple, bei fast allen anderen Smartphones im Google Play-Store.

Muss man dazu im mobilen Internet sein?

Nein. Es genügt, mit dem Smartphone zuhause, bei Freunden, im Rathaus oder irgendwo anders über W-LAN im Internet zu sein.

Worauf muss ich achten, wenn ich im Internet bin? 

Wenn man nicht sicher ist, sollte man den Vorgang abbrechen, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen. 

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