Motorenteile-Hersteller: Rege-Arbeiter streiken für mehr Gehalt

Warnstreik bei Rege: Dem Aufruf der IG Metall Nordhessen folgten am Freitagmittag 20 Arbeiter des Motorenteile-Herstellers am Standort Witzenhausen. Sie nahmen an einer Kundgebung teil, bei der Gewerkschaftssekretärin Anja Neumann (links) sprach. Foto: Forbert

Witzenhausen. Auch die IG-Metall-Mitglieder bei der Firma Rege Motorenteile am Standort Witzenhausen möchten die Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, wie ihre Gewerkschaft für sie in den laufenden Tarifverhandlungen fordert.

Das machten am Freitagmittag 20 Rege-Arbeiter deutlich.Sie verließen eine Stunde vor Ende ihrer Schicht den Betrieb und nahmen auf dem Parkplatz vor der Werkshalle an einer Kundgebung der IG Metall Nordhessen teil.

Gewerkschaftssekretärin Anja Neumann bekräftigte dabei die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld sowie einer verbesserten Altersteilzeit und dem Einrichten einer Bildungsteilzeit. Zugleich kritisierte sie das Angebot der Arbeitgeber von 2,2 Prozent und den Vorschlag, dass die Unternehmen entscheiden sollen, wer überhaupt in Altersteilzeit gehen darf. Außerdem sieht Neumann einen Widerspruch darin, dass sich die Arbeitgeber einer Weiterbildung ihrer Beschäftigten verweigerten, andererseits aber über eine Mangel an Fachkräften jammerten.

Ein Solidaritäts-Grußwort im Namen des außerbetrieblichen gewerkschaftlichen Arbeitskreises der IG Metall Nordhessen sprach Georg Gries. Der Ermschwerder war jahrzehntelang im Betriebsrat des Lokomotivenbauers Bombardier in Kassel, 15 Jahre sogar als Vorsitzender. Er sprach sich nicht zuletzt auch deshalb für die Lohnerhöhung um 5,5 Prozent aus, „um die Kaufkraft in Witzenhausen zu stärken“.

Zum einstündigen Warnstreik waren auch die Spätschicht gestern Abend und die Nachtschicht heute Morgen aufgerufen. (sff)

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