Kreisparlament senkt Gebühren für Bioabfall

Müllabfuhr im Werra-Meißner-Kreis soll ab 2022 weniger kosten

Müllwerker beim Fahren einer Mülltonne zu einem Müllfahrzeug.
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Die Müllabfuhr im Werra-Meißner-Kreis soll im nächsten Jahr günstiger werden.

Ab dem nächsten Jahr müssen die Menschen im Werra-Meißner-Kreis weniger Geld für die Entsorgung ihres Mülls bezahlen. Konkret beschloss der Kreistag in seiner Sitzung am Montagnachmittag in der Stadthalle in Eschwege zunächst einstimmig, dass die Gebühren für die Verwertung von Bioabfall um 13 Euro auf 80 Euro je Tonne gesenkt wird.

Werra-Meißner – Das gilt zwar nur für die Städte Eschwege, Witzenhausen und Sontra, die dem Abfallzweckverband Werra-Meißner (AZV) nicht angehören. Doch wie diese wird auch der AZV diese Senkung berücksichtigen, wenn für nächstes Jahr neue Gebühren für die Müllabfuhr festgesetzt werden. Dabei würden noch weitere positive Aspekte berücksichtigt, die sich neben dem Grünmüll beispielsweise auch beim Altpapier ergeben hätten, wie AZV-Vorstandsvorsitzender Friedhelm Junghans am Rande der Kreistagssitzung auf Anfrage erklärte. Die Entscheidung für die Kommunen, die sich im AZV zusammengeschlossen haben, soll in der Verbandsversammlung am 24. November fallen.

Große Mehrheit für Klimaneutralität schon 2040

Mit großer Mehrheit fiel auch die Entscheidung des Kreisparlaments, dass das Klimaschutzkonzept des Kreises fortgeschrieben und dabei das Ziel der Klimaneutralität um zehn Jahre auf 2040 vorgezogen werden soll. Für die Überarbeitung durch ein Planungsbüro werden in diesem und dem nächsten Jahr insgesamt 150 000 Euro zur Verfügung gestellt. Lediglich die beiden AfD-Vertreter votierten dagegen.

Patientenfürsprecher

Ohne Diskussion wurde eine neue stellvertretende Patientenfürsprecherin für das Kreiskrankenhaus in Eschwege nachgewählt: Künftig soll Ilona Pfetzing (Eschwege), die im Juni wiedergewählt worden war, von Gabriele Kniese (Eschwege) vertreten werden.

Am Klinikum-Standort in Witzenhausen füllen Annette Graser (Großalmerode) und Hans Hild (Witzenhausen) als Stellvertreter dieses Ehrenamt aus.

Jagdsteuer soll fallen

Ansonsten wurden wieder Beratungsaufträge in Ausschüsse überwiesen. Im Finanzausschuss soll – zusammen mit dem Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Forsten und Landwirtschaft – über die Abschaffung der Jagdsteuer gesprochen werden. Diesmal wurde der Antrag von der FDP gestellt unter anderem mit der Begründung, dass viele teure Aufgaben auf die Jäger zukämen, falls die Schweinepest auch in den Werra-Meißner-Kreis komme, was zu erwarten ist, wie FDP-Sprecher Erhard Niklass ausführte. Vor vier Jahren hatte die CDU die Abschaffung gefordert, beschlossen wurde eine Senkung von 15 auf 10 Prozent. Es geht um Einnahmen von unter 100 000 Euro jährlich.  (sff)

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