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Hunderte Musikliebhaber bei Lokal-Runde in Witzenhausen

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Von: Christoph Cortis

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Andres und Navino Condon (von links), Chandira und Jörg Berger musizieren
Südamerikanische Rhythmen: Andres und Navino Condon (von links), Chandira und Jörg Berger musizierten Im Biotop vor vollem Haus. © Chris Cortis

Erneut zum Mekka der Musikliebhaber hat sich am Samstag die Stadt Witzenhausen aufgeschwungen. Nach einer coronabedingten Zwangspause von zwei Jahren lockte die Pro Witzenhausen GmbH unter dem Motto „Lokal-Runde“ zum dritten Mal zu einem Livemusik-Abend Hunderte von Menschen aller Generationen in die Altstadt. Zehn Konzerte an und in acht Locations stellten die Besucher vor die Qual der Wahl.

Witzenhausen – Weitgehend spielte auch das Wetter mit. Erst als am Abend doch der Regen einsetzte, waren die Open-Air-Veranstaltungen, so wie hier das Konzert der Göttinger Band Front Porch Picking am Café Chez Nadine nahe der Werra, fast schon Geschichte.

Die Lust auf Musik und zum Feiern ist den Menschen während der Corona-Zwangspausen nicht abhanden gekommen, im Gegenteil. Hunderte von Menschen aller Generationen kamen am Samstagabend zur 3. „Lokal-Runde“ in die Altstadt von Witzenhausen, um bei einem oder eher mehreren Konzerten zuzuhören.

Und für jeden Musikgeschmack war etwas dabei: Die Besucher hatten die Wahl zwischen Rock, Pop, internationaler Folk, Westernmelodien und weiteren Stilrichtungen – das Angebot, organisiert von der Pro Witzenhausen GmbH, war schier unendlich. Weitgehend spielte auch das Wetter mit. Erst als am Abend doch der Regen einsetzte, waren die Open-Air-Veranstaltungen fast schon Geschichte.

Rock, Pop, internationaler Folk oder Westernmelodien - das Angebot, organisiert von der Pro Witzenhausen GmbH, war schier unendlich. Weitgehend spielte auch das Wetter mit. Erst als am Abend doch der Regen einsetzte, waren die Open-Air-Veranstaltungen fast schon Geschichte.

Besucher sitzen dichtgedrängt am Werraufer
Dicht an dicht: Gut 200 Besucher wollten am Werraufer Westernmusik hören. © Chris Cortis

Den zweistündigen Auftakt unter freiem Himmel machte am späten Nachmittag im Chez-Nadine-Café an der Werra die Göttinger Band Front Porch Picking. Gut 200 Besucher wollten Hawaiianischen und Western Hot Swing, Blues und ein bisschen Jazz hören. Seit 15 Jahren spielen Dirk Heimberger (Gitarre), Peter Funk (Dobro und Gesang), Wolfgang Beisert (Mandoline und Ukulele) und Hans-Jörg Maucksch (Kontrabass) zusammen, sorgten auch diesmal für gute Laune, mussten aber wegen Krankheit auf ihren Schlagzeuger Tom Dyba verzichten. Im Bio-Bistro Ringelnatz gehört die Formation längst zu den Stammgästen.

Das trifft auch auf das Duo Panama Red zu, so bezeichnet nach einer beliebten Haschisch-Sorte. Im Garten von Uwe Arends traten der begnadete Geiger Miro Mikulicz (59) und der nicht weniger begabte Gitarrist Rainer Ranis (58, Hannover) auf. Der Ältere von beiden, der noch in Alsfeld lebt, will nach eigenen Angaben seinen Wohnsitz schon im nächsten Monat in die Region der Kirschenstadt verlegen. Als seit 35 Jahren eingespieltes Team lieferte das Duo Instrumentalmusik vom Feinsten ab, so eine wunderschöne Variation von „Summertime“ - „Musik für die Seele“, wie der 58-Jährige sagt, der firm ist auch auf der Mundharmonika.

Danny van Dromme (links) und Robert Perske mit ihren Gitarren
Alles auf Deutsch: Danny van Dromme (links) und Robert Perske bei ihrem Auftritt im Lokal „Brücke“. © Chris Cortis

Unterdessen gefielen im Lokal Brücke die Singer und Songwriter Robert Preske (37) und Danny van Dromme (34) mit tiefsinnigen Liedern und einfühlsamen Balladen bei eigener Gitarrenbegleitung. Die beiden Kasseler, erstmals in Witzenhausen, trugen sämtliche Titel in deutscher Sprache vor und ernteten viel Beifall.

Reichlich einheimsen konnten den auch der Gitarrist Andres und die Sängerin Navino Condon, die mit ihren musikalischen Mitstreitern Chandira (Bass und Akkordeon) und Jörg Berger (Trompete) vor vollem Haus im Lokal Biotop unter anderem Eigenkompositionen aus Südamerika zum Besten gaben. Die Gruppe war kurzfristig eingesprungen für Tanga Pasi, die eigentlich mit Afro-Folk auftreten wollte.

Dem reichen Angebot geschuldet, kann das natürlich nur ein unvollständiger Überblick sein über das musikalische Geschehen, das die ganze Stadt sechs Stunden lang beherrscht hat. (zcc)

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