Musiker Guntram Pauli wird zum Buchautor: Erinnerungen an das Rock Requiem

+
An seiner Wirkungsstätte: Musiker Guntram Pauli aus Gertenbach hat ein Buch über die Entstehung des „Rock Requiem“geschrieben, das er vor 40 Jahren mitkomponierte.

Gertenbach. 219 Seite voller Musikgeschichte, Erinnerungen, Herzblut und Rock and Roll stecken in „Rock Requiem" von Guntram Pauli, das nun in den Buchhandlungen steht.

Es erzählt die Geschichte des Crossover-Werks zwischen sakraler Klassik und Rockmusik, 1978 erschaffen von den drei Münchner Komponisten Christian Kabitz, Klaus Haimerl - und Guntram Pauli.

Heute lebt Pauli in Gertenbach, wo auch das Buch über den musikalischen Höhepunkt seines Lebens entstanden ist. Das „Rock Requiem“ wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt und ist immer noch einzigartig. Ein Freund von Pauli hatte die Idee, die außergewöhnliche Geschichte rund um das musikalische Werk aufzuschreiben, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Nur wenige Monate hat es gedauert, bis die erste Rohfassung stand. Guntram Pauli rief viele Freunde und Musiker an, die die Entstehungsgeschichte des Rock Requiem miterlebt hatten, und fragte nach ihren Erinnerungen. Ein bunter Querschnitt dieser persönlichen Rückblicke floss in das Buch ein und mischt sich auf den Seiten mit Paulis eigenen Berichten.

Produktion war riskant 

„Das Rock Requiem ist Teil meiner Biografie, darum sind auch viele Abschnitte im Buch sehr persönlich“, so der Autor, der in seinem Werk fast 100 Fotos mit spannenden und amüsanten Geschichten mixt. Nach deutschlandweiten Konzerten des Rock Requiems folgte Anfang der 80er Jahre die Produktion der gleichnamigen Doppel-LP. „Das Unternehmen wurdet zu einem Balanceakt ohne Netz und doppelten Boden, denn unser Album wurde nur mit geliehenem Geld von Freunden finanziert“, schreibt Pauli.

Obwohl die Macher keine Plattenfirma im Rücken hatten, schafften sie es, ihr Rock Requiem bekannt zu machen. „Der Rundfunk sendete mehrere Beiträge und der Erfolg der Konzertreihe war überwältigend“, erinnert sich Pauli. Weit über hunderttausend Besucher erlebten die Live-Inszenierungen. Die Produktionskosten konnten bis auf den letzten Pfennig eingespielt und die Investoren ausbezahlt werden.

Für verstorbenen Freund 

Auch die emotionale Geschichte um den Tod des gemeinsamen Freundes der Rock-Requiem-Macher, Lothar Thorand, wird im Buch erzählt. Sie wollten ein modernes Requiem schreiben, Klassik mit Rock und Pop verbinden, um es dem verstorbenen Freund zu widmen. Die Uraufführung fand in München statt: „Es war einfach großartig, hoch emotional, tief bewegend, nicht nur für uns Mitwirkende, sondern auch für das Publikum“, sagt Pauli. Diese Emotionen hat er nun zu Papier gebracht. 2018 soll das Requiem am 3. Juni in Witzenhausen noch einmal gezeigt werden als aufwändige Live-Produktion mit Band, Chor und Orchester auf der Freilichtbühne. (zwh)

Info: Guntram Pauli, „Rock Requiem“, Shaker Media (Verlag), ISBN 978-3-95631-535-0, 16,80 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.