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Nachfrage nach neuem Protein-Impfstoff Nuvaxovid ist gering

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Von: Konstantin Mennecke

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Neuer Impfstoff wird nicht oft nachgefragt.
Neuer Impfstoff wird nicht oft nachgefragt. © Weyh, Anna-Laura

Die Europäische Union hat im Dezember dem COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid seine Zulassung in der EU erteilt. Die Nachfrage ist aber zumindest in den im Auftrag des Landkreises durch das Deutsche Rote Kreuz betriebenen Impfstellen überschaubar. 72-mal wurde Nuvaxovid in den ersten drei März-Wochen verimpft. Die Gesamtzahl der Impfungen im März lag bis dahin bei 1046. 

Werra-Meißner – Dieser Trend deckt sich damit mit den hessenweiten Zahlen. Der Landkreis hält unterdessen weiter an den Bestrebungen fest, die Impfquote zu erhöhen – auch bei Flüchtlingen. „Das über das Impfportal impftermine-wmk.de online buchbare Impfangebot über unsere vom DRK betriebenen Impfstellen bleibt weiter bestehen. Wir konzentrieren den Fokus nach wie vor auf die vulnerablen Gruppen, hier insbesondere die 4. Impfung in Einrichtungen sowie nun auch auf die Grundimmunisierung der aus der Ukraine geflüchteten Menschen“, teilt Landkreis-Sprecher Jörg Klinge mit.

Sorgen bereiten Apothekerinnen und Apothekern die neuen Corona-Regelungen ab April. „Seit langem ist bekannt, dass die Coronavirus-Testverordnung zum 31. März endet. Bis heute ist ungewiss, ob und wie es danach mit den Teststellen weitergeht. Uns ist nicht erklärlich, weshalb es von Seiten der Politik nicht möglich ist, rechtzeitig eine neue Verordnung zu erlassen“, so Anke Dräbing (Stadt-Apotheke) und Carla Schäfer (Rübezahl-Apotheke) aus Witzenhausen. Aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen sei es wichtiger denn je, zu wissen, ob man ansteckend ist, oder nicht. Die Apothekerinnen seien bereit, ihren Beitrag zu leisten, sie „benötigen aber eine verbindliche Rechtsgrundlage und Planungssicherheit“. „Diese Vorgehensweise haben wir während der Pandemie leider häufiger erlebt: Erst wartet man lange ab und dann sollen plötzlich alle springen. Vom Bundesgesundheitsministerium gibt es 8 Tage vor Ablauf der Frist lediglich eine Absichtserklärung. Erfolgreiches Management geht anders“, so Dräbing und Schäfer.

Kritik am neuen Infektionsschutzgesetz gibt es auch aus der Politik. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil würde gerne an der Maskenpflicht festhalten. Dafür sehe er im neuen Infektionsschutzgesetz ab 2. April aber keine rechtssichere Grundlage. Ministerpräsident Volker Bouffier will am heutigen Montag über die neuen ab April geltenden Corona-Regeln informieren. (Konstantin Mennecke)

Gesundheitsnetzwerk informiert weiter

Das Gesundheitsnetzwerk Gesunder Werra-Meißner-Kreis hat die kreisweite Impfkampagne unter dem Motto „Gemeinsam stärker gegen Corona“ weiter angefacht. Denn zwar seien die Infektionszahlen immer noch sehr hoch, viele Menschen aber des Impfens müde oder stehen dem Thema eher skeptisch gegenüber, heißt es. Bei einer Telefon-Infoaktion mit Dr. Hanno Ullrich aus Waldkappel war das Interesse so groß, dass eine weitere in Kürze folgen soll. (kmn)

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