Wird Grüner See zurückgebaut oder nicht?

Toiletten, Kiosk und Steg könnten verschwinden

Wie soll es weitergehen? Aus haftungsrechtlicher Sicht muss der Grünen See in Hundelshausen entweder als Naturschwimmbad aufgewertet oder zur Badestelle zurückgebaut werden. 
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Wie soll es weitergehen? Aus haftungsrechtlicher Sicht muss der Grünen See in Hundelshausen entweder als Naturschwimmbad aufgewertet oder zur Badestelle zurückgebaut werden. 

Der Grüne See in Hundelshausen muss entweder kostenintensiv aufgewertet oder drastisch zurückgebaut werden. 

Der Grüne See in Hundelshausen ist im Sommer ein äußerst beliebtes Ziel von Badegästen und eine der Hauptattraktionen von Witzenhausens größtem Stadtteil Hundelshausen. „Nun droht dem See ein Rückbau oder alternativ eine sehr kostenintensive Aufwertung als weitere Badeanstalt von Witzenhausen“, teilte Bürgermeister Daniel Herz dem Ortsbeirat und interessierten Bürgern bei der letzten Ortsbeiratssitzung mit.

Nach den derzeitigen Richtlinien – das sei auch die Ansicht des Magistrats – sei der Grüne See als „Naturschwimmbad“ einzustufen. Ein Naturschwimmbad unterliege aber den gleichen Kriterien wie das Witzenhäuser Freibad. Das hieße im Umkehrschluss, dass das Gelände um den Grünen See vollständig eingezäunt werden und dass während des offiziellen Badebetriebes ausgebildete Bademeister vor Ort sein müssten. Die Alternative wäre, den Grünen See als „Badestelle“ herabzustufen. Dieses hätte aber einen Rückbau von Kiosk, Toilette, Badeschnecke, Steg und Schwimm-Ponton – und damit einen massiven Attraktivitätsverlust zur Folge.

Haftungsfrage treibt zum Handeln 

„Ich weiß, dass der Grüne See mit öffentlichen Geldern (zuletzt durch das IKEK-Programm) und viel ehrenamtlicher Arbeit durch die Hundelshäuser immer wieder aufgewertet wurde, aber die Haftungsfrage treibt mich dazu, das Thema aktiv anzugehen“, so der Bürgermeister. Noch sei aber nichts entschieden. Herz bat den Ortsbeirat, sich mit der Situation zu beschäftigen und mögliche Lösungsszenarien zu erarbeiten. Im Gegenzug wird die Stadt noch ein rechtliches Gutachten zur Bewertung des Grünen Sees einholen.

Weiter wurde mit dem Bürgermeister über die Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Stadt und die Problematiken bei den seit 2017 aufgezeigten Mängeln und deren Beseitigung gesprochen. Dabei ging es insbesondere um die Auswechslung des Verkehrsspiegels Ziegelgasse, die Beleuchtung an der Bushaltestelle Ortsmitte und die Gefahrenstelle am Sportplatzweg.

Dabei stellte Vize-Ortsvorsteher Norbert Faber klar, dass die Hundelshäuser weiter kooperativ mit den Mitarbeitern der Stadt zusammenarbeiten wollen, aber auch zeitnah eine Rückmeldung über den Erledigungsstand haben möchten. „Der Ortsbeirat ist nah an den Bürgern und setzt sich mit seiner Erfahrung ehrenamtlich und kostenbewusst für die Belange der Hundelshäuser Bürger ein“, sagte Faber.

Herz riet den Hundelshäusern, nach einer gewissen Zeit telefonisch beim betreffenden Mitarbeiter nach dem Sachstand zu fragen, und nach einer weiteren Zeitspanne die Sachlage nochmals per Mail an den Mitarbeiter zu senden und ihn in Kopie zu nehmen. Für die aktuellen Problematiken wolle er zusammen mit seinen Mitarbeitern eine für alle befriedigende Lösung finden.

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