Neue App für Smartphone: „Ugend“ bietet Infos für Witzenhausens Jugend

Infos auf die Schnelle: Jugendrat-Sprecher Niklas Krumbein und die beiden Stadtjugendpfleger Kai Zerweck und Alexander Schöberl (von links) freuen sich über die neue App mit dem Namen „Ugend“. Foto: Schröter

Witzenhausen. Mit einer selbst entworfenen Handy-App informiert die Jugendförderung Witzenhausen junge Menschen in der Kirschenstadt ab sofort über die eigenen Angebote.

„Bislang haben wir klassisch mit Flyern und Plakaten für unsere Veranstaltungen geworben“, sagt Jugendpfleger Kai Zerweck. Das verursache Kosten und mache viel Arbeit, werde von den Jugendlichen aber oft nicht wahrgenommen. „Im Internet waren wir auch viel bei Facebook aktiv, aber das wird von den Jugendlichen immer weniger genutzt“, sagt Zerweck.

Aus diesem Grund sah sich die Jugendpflege gezwungen, neue Wege zu gehen. Als Zerweck im Sommer bei seinen Kollegen in Spangenberg auf eine Informations-App stieß, schien ihm das der richtige Weg auch für Witzenhausen zu sein. „Die Jugend heutzutage ist nun mal digital unterwegs und auf diesem Wege zu erreichen“, sagt er. Mit seinem Kollegen Alexander Schöberl machte er sich an die Arbeit. Weil das Budget knapp ist, machte man sich zunächst auf die Suche nach einer Möglichkeit, das Projekt alleine und ohne Hilfe einer teuren Agentur umzusetzen. „Als wir diesen Weg gefunden hatten, fingen wir mit der Gestaltung der App an“, sagt Zerweck. Um den Nerv der Jugendlichen zu treffen, wurden diese in den Gestaltungsprozess eingebunden. Immer wieder fragten die beiden Jugendpfleger nach, was es noch zu verbessern gebe.

Auch für andere offen

Herausgekommen ist die App „Ugend“. Im Mittelpunkt stehen Hinweise auf Veranstaltungen, die im Witzenhäuser Jugendzentrum stattfinden oder von der Jugendpflege organisiert werden. „Wir wollen aber auch anderen Institutionen wie der Kreisjugendpflege oder der Feuerwehr die Möglichkeit geben, ihre Veranstaltungen auf unserer App zu bewerben“, sagt Zerweck.

„Unsere App hat aber noch mehr zu bieten“, betont der Jugendpfleger. „Es gibt Infos über das Jugendzentrum mit Öffnungszeiten und Aktivitäten, einen Mehrwert-Bereich mit Gutscheinen für verschiedene Veranstaltungen, Umfragen zu kommunalpolitischen und anderen Themen sowie einen passwortgeschützten internen Bereich für die Kommunikation des Jugendpflege-Teams untereinander.“

Dieses Konzept kommt nicht nur bei den Jugendlichen gut an, die am Gestaltungsprozess beteiligt waren, sondern auch beim Jugendrat der Stadt. „Für uns ist besonders die Umfragefunktion sehr wichtig“, sagt deren Sprecher Niklas Krumbein. Er hofft, dadurch ein breiteres Meinungsbild der Jugendlichen zu bestimmten Themen zu bekommen. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Jugendrat auch mit 1500 Euro an den Kosten für die App beteiligt, die sich insgesamt auf rund 2000 Euro belaufen. (per)

Info: Die App „Ugend“ ist ab sofort im App Store von Apple und bei Google play verfügbar und kann dort kostenlos heruntergeladen werden.

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