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Witzenhausens neuer Betriebshof wird teurer

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Von: Konstantin Mennecke

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Der Baubetriebshof der Stadt Witzenhausen neben dem Feuerwehrstützpunkt Am Eschenbornrasen.
Vor dem Umzug: Noch befindet sich der Baubetriebshof der Stadt Witzenhausen neben dem Feuerwehrstützpunkt Am Eschenbornrasen. Er soll an den Rand des Stadtteils Unterrieden verlagert werden. © Raphael Digiacomo

Am 29. September 2020 gab es nach mehreren Anläufen und zahlreichen Diskussionen die finale Entscheidung für den Umzug des Baubetrieshofes Witzenhausen an den Rand des Stadtteils Unterrieden beschlossen. Gänzlich ohne Diskussion wird dieses Thema in der Stadtverordnetenversammlung aber nicht behandelt.

Witzenhausen – Bauarbeiten für den neuen Baubetriebshof werden auch im Jahr 2022 weiterlaufen. Startschuss für das neue Gebäude war am 18. Oktober 2021 mit den Erdbauarbeiten. Diese Arbeiten laufen nach Plan, allerdings gibt es eine Änderung mit Blick auf die Baukosten. Sie wurden 2020 auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Laut Verwaltung haben sich diese Kosten wie überall in der Baubranche bundesweit erhöht. 500 000 Euro mehr, also 3 Millionen Euro müssen aktuell veranschlagt werden. Diese sollen mit 2 Millionen Euro durch ein Bankdarlehen abgedeckt werden, die verbleibende Million wird durch eine Investitionszuweisung der Stadt finanziert.

Für Dr. Christian Platner als Fraktionsvorsitzender der Bunten Liste ist dieser Bau aber eine verlorene Kostenfalle, man stehe bei 2,5 Millionen Euro Kosten, bekomme weniger Gebäude, zahle aber das Doppelte. „Helfen wir den Mitarbeitern mit einer Industriehalle oder hätten wir eine Lösung innenstadtnah mit der Feuerwehr finden müssen?“, sagte Platner, betonte aber zugleich, dass diese Kritik sich ausdrücklich nicht an die Mitarbeiter des Baubetriebshofes richte.

Michael Zimmermann, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung und zugleich Geschäftsführer des Baubetriebshofes machte deutlich, dass er „selten innerhalb von drei Minuten Redezeit so viele falsche Fakten“ gehört habe. Im ersten Entwurf habe es eine Kalkulation von 2,12 Millionen Euro gegeben, die auf 2,5 Millionen angepasst wurden. Zwischenzeitlich habe man das Bauprojekt gestoppt, um eben nicht eine hohe Kostensteigerung zu riskieren. Dem stimmte auch Bürgermeister Herz zu.

„Wir haben die Informationen zu diesem Projekt von Anfang an breit gestreut, den Ortsbeirat informiert und beim Wunsch, einer Gebäudeverkleidung aus Holz, mit Blick auf die Kosten die Notbremse gezogen“, sagte Herz. Grundsätzlich gebe es in der Kernstadt kein Grundstück, das man im Besitz habe oder erwerben könne, um einen Baubetriebshof zu errichten. „Die Diskussionen haben in der Vergangenheit und auch jetzt gezeigt, dass es wichtig ist, sich interfraktionell auszutauschen aber auch in Ausschüssen anwesend zu sein, um die notwendigen Informationen zu haben“, so Herz.

Das Parlament hat der Vorlage zur Finanzierung bei der Gegenstimme von Platner der Mehrkosten zugestimmt. (kmn)

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