"Kleine Füchse" starten

Neuer Waldkindergarten soll am Montag in Witzenhausen in Betrieb gehen

Freuen sich auf den Start: Kindergartenleiterin Anette Schneider-Krumbein (Mitte) mit ihren Kolleginnen Heike Schwarzer-Prahl (links) und Anna Möller.
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Freuen sich auf den Start: Kindergartenleiterin Anette Schneider-Krumbein (Mitte) mit ihren Kolleginnen Heike Schwarzer-Prahl (links) und Anna Möller. 

Der neue Witzenhäuser Waldkindergarten ist fast fertig. Die für den 4. Mai geplante Eröffnung dürfte jedoch – wenn überhaupt – nur mit sehr wenigen Kindern stattfinden.

„Kleine Füchse“ heißt die neue Einrichtung, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Waldkindergarten „Die Waldwichtel“ am Warteberg entstanden ist. Lange hatte es ein politisches Gezerre darum gegeben. Nachdem Eltern bereits im September 2018 mit dem Wunsch, eine zweite Waldkindergartengruppe einzurichten, auf die Stadt zugekommen waren und der Magistrat dies zunächst abgelehnt hatte, entschied man sich im Mai vergangenen Jahres um. Es wurden 70 000 Euro für die Anschaffung eines geeigneten Bauwagens bereitgestellt, in dem die zweite Gruppe bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden und betreut werden kann. Im Januar entschied die Stadt dann, dass der bestehende Waldkindergarten nicht erweitert, sondern ein ganz neuer eröffnet wird, weil es dafür mehr Zuschüsse vom Land gibt als für die Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe.

Die Idee mit dem Bauwagen wurde dennoch beibehalten, auch wenn der als solcher kaum zu erkennen ist. Weil der von einem Witzenhäuser Unternehmen eigens auf die Bedürfnisse der „Kleinen Füchse“ zugeschnittene und auf der Insel Fehmarn gebaute Wagen mit knapp zehn Metern Länge deutlich größer ist als ein normaler Bauwagen, wurde er mit einem Tieflader angeliefert. Da das Grundstück, das einen traumhaften Blick über Witzenhausen und das Werratal bietet, direkt am Hang liegt, konnte der Wagen ebenerdig in die Fläche eingebunden werden. Mit seinem großen Vordach, dem kleinen seitlichen Anbau und der großzügigen Terrasse sieht das Ensemble jetzt aus wie ein feststehendes Gebäude.

Innen gibt es einen Aufenthaltsraum, der Platz für 15 Kinder und die drei Betreuerinnen bietet, sowie einen Waschraum- und Toilettenraum und eine kleine Küche.

„Wie in allen Waldkindergärten werden sich die Kinder hier aber sehr viel draußen aufhalten, um die Natur und die verschiedenen Jahreszeiten bewusst zu erleben“, sagt Anette Schneider-Krumbein, die den Kindergarten leiten wird und mit Heike Schwarzer-Prahl und Anna Möller zwei Kolleginnen an ihrer Seite hat. Alle drei freuen sich auf ihre neue Aufgabe.

„Wenn man hier auf der Terrasse steht und diesen Blick genießt, dann geht einem förmlich das Herz auf“, ist Schneider-Krumbein vor allem von der Lage begeistert. Der kurze Weg in den Wald sowie die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Streuobstwiese, die von den Kleinen Füchsen genutzt werden kann, täten ihr Übriges.

Ob und mit wie vielen Kindern der neue Waldkindergarten am Montag eröffnet wird, steht noch nicht fest. „Wegen Corona dürfen wir nur eine Notbetreuung für maximal fünf Kinder anbieten“, sagt Schneider-Krumbein.

Die Abfrage bei den Eltern, die ihre Kinder bei den Kleinen Füchsen angemeldet haben, laufe noch.

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