Gebäude jetzt einstöckig

Neues Pfarrhaus in Walburg ist fast fertig

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Bis zum Einzug dauert es nicht mehr lang: Momentan wird die Küche von Pfarrer Dirk Rehbein in das neue Pfarrhaus eingebaut. Am 19. Juni können Gemeindeglieder die Räume besichtigen, bevor der Pfarrer richtig einzieht.

Walburg. Die letzten Arbeiten am neuen Pfarrhaus sind in vollem Gange: Mitte Juli soll Pfarrer Dirk Rehbein dort einziehen.

Hellgrau oder dunkelgrau? Neben dem Außenanstrich für den Sockel des Amtsbereichs hat der Walburger Kirchenvorstand in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Entscheidungen fällen müssen. So wurde über Fliesen, weitere Farben sowie Ausführungen von Türen und Treppen für das neue Pfarrhaus gesprochen.

Nach weniger als einem Jahr Bauzeit ist es in einigen Wochen nun soweit: Mitte Juli wird Pfarrer Dirk Rehbein, der für die Dauer des Neubaus in einer Wohnung auf der gegenüberliegenden Straßenseite untergekommen ist, sein neues Domizil beziehen. Im Juli war das im Jahr 1791 erbaute, alte Gebäude abgerissen worden, dessen Gewölbekeller bereits mit Balken abgestützt werden musste.

„Es wurde in den 70er-Jahren kaputt saniert, in dem man große Teile des Erdgeschosses mit Mauerwerk versehen hat“, sagt Rehbein. Eine Renovierung hätte die Kosten für Abriss (50.000 Euro) und Neubau (480.000 Euro) überstiegen.

Nur noch einstöckig

Anstelle des mit vier Etagen ausgestatteten, 240 Quadratmeter großen Hauses steht nun ein einstöckiges Gebäude. Auf einer Fläche von 135 Quadratmetern hat Architekt Berthold Rehbein eine Küche, zwei Bäder, ein Wohn-, zwei Schlaf-, ein Gäste- und ein Arbeitszimmer und einen Wirtschaftsraum geplant. Der 35 Quadratmeter große Dienstbereich besteht aus WC, Amtszimmer und Archiv. Vorausschauend sei das Haus für eine Familie mit zwei bis drei Kindern konzipiert. In den Pfarrhausrichtlinien nicht vorgesehen ist der Balkon, der momentan zum Hang hin gebaut wird. „Das ist eine Spende meines Lebensgefährten“, erklärt Dirk Rehbein. In dem Pfarrhaus wird der 46-Jährige, der seit Oktober 2008 Pfarrer in Walburg ist, jedoch allein leben.

Welchen Grauton letztendlich der Sockel des Amtsbereichs erhalten hat, können Walburger am kommenden Sonntag sehen. Im Anschluss an den Gottesdienst um 14 Uhr, der von Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, Dekanin Ulrike Laakmann sowie der Kantorei der Liebfrauenkirche mitgestaltet wird, gewährt Pfarrer Rehbein den Gemeindegliedern einen Einblick in die Räume des neugebauten Pfarrhauses. Im Lutherhaus nebenan werden Kaffee und Kuchen gereicht.

Miete wird vom Gehalt abgezogen

Als Pfarrer muss Dirk Rehbein im Pfarrhaus wohnen. Monatlich behält die Landeskirche 590 Euro von seinem Bruttogehalt als Kaltmiete ein. Diese Summe muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Sobald Rehbein in Rente geht, muss er sich eine andere Bleibe suchen. „Früher gab es diesen Umstand bei Förstern und Lehrern noch, aber mittlerweile ist Pfarrer der einzige Berufsstand, bei dem es so etwas noch gibt“, sagt Rehbein.

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