Neujahrsempfang Witzenhausen erstmals in der Turnhalle Südbahnhofstraße

Zu Besuch: Die Sternsinger bei ihrem Liedvortrag, Annalena Beer (ganz links) und Marjo Lorenz begleiteten mit der Gitarre, Justyna Beer (rechts knieend), musikalische Leiterin der Sternsinger, sammelte dann im Publikum für den guten Zweck.

Witzenhausen. Das Bild eines jungen, offenen Witzenhausens kurz vor der Kommunalwahl zeichneten die Redner beim Neujahrsempfang am Freitag in der Turnhalle an der Südbahnhofstraße.

Wie Bürgermeisterin Angela Fischer berichtete, gab es 2015 insgesamt 125 Neugeborene, die Bevölkerung wuchs um 216 Personen, viele junge Familien und über 1000 Studenten prägten das Bild der Stadt.

„Im Jahr 2000 haben wir noch diskutiert, welche Kitas wir schließen müssen“, erinnerte sich Fischer. „Heute bauen wir Krippenplätze aus. Das ist ein gutes Signal.“ Sie lobte zudem, dass erstmals seit Jahren wieder ein Jugendrat gegründet werden konnte und dass sich zunehmend junge Leute in Hilfsorganisationen und Feuerwehren einbringen. Gleichzeitig betonte Fischer, dass die Stadt weiter Gesicht gegen Rassismus und Diskriminierung zeigen werde. „Wir sind weltoffen - und das werden wir uns von niemandem kaputt machen lassen.“

Mit Blick auf die Kommunalwahl dankte Fischer den 130 Personen, die in der ablaufenden Legislaturperiode in Ortsbeiräten, Parlament und Magistrat die Geschicke der Stadt mitgestaltet haben. „Demokratie kann nur funktionieren, wenn Menschen dazu bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Fischer, gerade mit Blick auf Ermschwerd, das ab 2016 mangels Kandidaten erstmals keinen Ortsbeirat bekommen wird.

Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill rief die Witzenhäuser auf, am 6. März ihre Stimme bei der Kommunalwahl abzugeben. „So können Sie vor Ort mitbestimmen.“ Er dankte zudem den vielen ehren- und hauptamtlichen Helfern, die sich um die Flüchtlinge in der Kirschenstadt kümmern. Es könne gelingen, die Menschen zu integrieren. „Wir haben das bisher geschafft, das werden wir auch weiterhin schaffen.“

Große Freude gab es bei den Preisträgern des Abends: Stefanie Knapp aus Unterrieden erhielt den Bürgerpreis für ihr Engagement für „Weihnachten im Schuhkarton“ - und erfuhr ausgerechnet am Heiligen Abend von der Ehrung. „Ich habe damit nicht gerechnet“, sagte die sichtlich gerührte Knapp. „Aber deshalb freue ich mich umso mehr.“

Die Mitglieder des Kulturvereins Gelstertal Hundelshausen waren ebenfalls erfreut, „auch wenn der Ehrenamtspreis leider kein Geldpreis ist“, wie Vorsitzender Detlef Büchner augenzwinkernd anmerkte. Er stimmte spontan das auf Hundelshausen umgemünzte Lied „Einmal kommt der Tag“ an und viele Gäste in der gut gefüllten Turnhalle sangen mit. Ganz ohne handfestes Geschenk mussten die Hundelshäuser aber doch nicht gehen: Die Bürgermeisterin hatte extra bei Bäcker Steinfeld ein großes „Woinsrungen“-Brot erstanden. Es erinnert an die Eckpfosten eines Leiterwagens, mit denen die auch „Woinsrungen“ genannten Hundelshäuser angeblich handfest ihre Meinung vertreten.

Viele Ehrungen beim Neujahrsempfang in Witzenhausen

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