Neujahrsempfang in Witzenhausen: Appelle an den Teamgeist

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Gelobt: Die Freiwillige Feuerwehr Hubenrode wurde mit dem Ehrenamtspreis des Magistrats der Stadt Witzenhausen für den sehr engagierten Einsatz ausgezeichnet. Unser Bild zeigt Vertreter der Wehr mit Peter Schill (SPD) Stadtverordnetenvorsteher (ganz links) Bürgermeisterin Angela Fischer (4. von links), der Vorsitzenden der Feuerwehr Hubenrode Ilka Mühlhausen (6. von rechts) und Wehrführer Eckhart Mühlhausen (3. von rechts).

Witzenhausen. Einen wahren Werbeblock für Witzenhausen konnten die über 200 Teilnehmer beim Neujahrsempfang der Kirschenstadt am Freitag erleben.

Gespannt: Die Witzenhäuser Manuela Sturmhoevel (von links), Bettina Fischer, Robert Sturmhoevel und Maren Jahnke kurz vor Beginn des Neujahrsempfangs der Stadt Witzenhausen im Autohaus Heidenreich. 3

Aber auch den Wunsch vieler, zusammenzuhalten und die vom Schutzschirm gebeutelte Stadt wieder nach vorne zu bringen.

Gelobt: Die Freiwillige Feuerwehr Hubenrode wurde mit dem Ehrenamtspreis des Magistrats der Stadt Witzenhausen für den sehr engagierten Einsatz ausgezeichnet. Unser Bild zeigt Vertreter der Wehr mit Peter Schill (SPD) Stadtverordnetenvorsteher (ganz links) Bürgermeisterin Angela Fischer (4. von links), der Vorsitzenden der Feuerwehr Hubenrode Ilka Mühlhausen (6. von rechts) und Wehrführer Eckhart Mühlhausen (3. von rechts).

Da das marode Bürgerhaus für solche Gelegenheiten nicht mehr genutzt werden kann, fand der Empfang erstmals im Autohaus Heidenreich statt - und die ungewöhnliche Ortswahl führte vielen Rednern offenbar die schwierige Lage der Stadt besonders klar vor Augen. Hausherr Jörg Heidenreich hielt sich an sein Versprechen, nichts über Autos zu sagen. Statt dessen wurde seine Rede zu einer Liebeserklärung an seine Heimatstadt. „Wenn wir Brücke, Bundesstraße und Bürgerhaus mal beiseite lassen, schlägt sich die Stadt weit unter Wert“, sagte Heidenreich und kritisierte, dass es viele Vorurteile gebe. Statt sich nur auf die großen Probleme zu konzentrieren, solle man sich auch die positiven Eigenschaften Witzenhausens vor Augen führen und nach außen tragen.

Das unterstützte Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill (SPD): „Wer soll für Witzenhausen werben, wenn nicht seine Bürger?“ Schill beschwor erneut den Sparwillen der Kommunalpolitiker und bat um die Hilfe der Bevölkerung. Er dankte allen, die sich ehrenamtlich engagieren und rief - wie auch Kirschenkönigin Saskia I. - angesichts der Ereignisse von Paris zu Toleranz und einem guten Miteinander auf.

Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) appellierte: „Ich wünsche mir, dass wir Freunde bleiben.“ Nur wenn alle Bürger sich dafür einsetzten, könne die Stadt den Schutzschirm wieder verlassen. Dazu sei eine konstruktive wie kontroverse Debatte nötig, aber auch viel Mannschaftsgeist, sagte Fischer. Sie erinnerte bewusst an schöne Ereignisse des Jahres 2014 wie die Fußball-WM und den Jahrestag des Mauerfalls, nahm aber auch Bezug auf die Anschläge von Paris. „Wir dürfen der Angst nicht nachgeben“, mahnte sie. Dank der Universität sei die Bevölkerung der Stadt „ein bunter Mix“ und das müsse auch so bleiben. Fischer: „Wir alle sind Charlie Hebdo.“ (fst)

Neujahrsempfang in Witzenhausen

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