Einige Kommunen suchen trotz vieler Zusagen Freiwillige

Bundestagswahl: Noch fehlen im Werra-Meißner-Kreis Wahlhelfer

Stimmzettel zur Bundestagswahl am 26. September 2021 für den Wahlkreis Schwalm-Eder
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Für die Bundestagswahl am 26. September 2021 fehlen in mancher Kommune im Werra-Meißner-Kreis noch Wahlhelfer.

Für das Superwahljahr 2021 werden viele Wahlhelfer benötitgt. Im Wahlkreis 169 gibt es insgesamt 444 Wahlbezirke, davon 209 für den Werra-Meißner-Kreis, sagt Kreiswahlleiterin Andrea Möller. Engpässe bei den Wahlhelfern seien ihr bisher nicht gemeldet worden. „Schwierigkeiten gibt es aber fast immer“, sagt sie. Meistens könnten die Kommunen den Helfermangel selbst ausgleichen.

Werra-Meißner – Für die Bundestagswahl am 26. September haben die meisten Wahlvorstände im Kreis keinen Personalmangel. Das melden unter anderem die Gemeinden Berkatal, Waldkappel und Herleshausen. In Neu-Eichenberg fehlten lediglich etwa zehn Ersatz-Wahlhelfer, berichtet die Gemeindeverwaltung. Auch für die Landratswahl im Oktober seien sie zuversichtlich, dass keine Engpässe entstehen.

In Witzenhausen werden noch 54 Wahlhelfer benötigt, sagt Wahlleiter Volker Dörrig. Für die 22 Wahllokale in der Kirschenstadt werden 154 Helfer benötigt, 40 Personen hätten abgesagt. Für Dörrig ist das kein Grund zur Sorge: „Wir haben einen Fundus von etwa 200 Menschen, die auch schon vorher bei Wahlen geholfen haben.“ Zudem machten die Parteien Vorschläge, wer die Wahllokale unterstützen könnte. Über neue Ehrenamtliche freue er sich trotzdem. Denn Ende Oktober stehe die Landratswahl an. „Da wird es sicher einige geben, die nicht zum dritten Mal im Wahllokal sitzen wollen“, sagt Dörrig. Auch in Eschwege suche man noch 40 Wahlhelfer. Für die 19 regulären Wahllokale und die sechs Briefwahllokale werden laut Stadtverwaltung insgesamt 200 Helfer gebraucht. In Wehretal haben von den 72 benötigten Wahlhelfern 48 zugesagt, so Petra Becker von der Gemeindeverwaltung. Freiwillige gebe es kaum. Die einberufenen Helfer für den Wahlsonntag in Hessisch Lichtenau haben sich laut Stadtverwaltung teilweise noch nicht gemeldet. 70 Personen werden dort noch gebraucht.

Am 26. September gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Laut Andrea Möller werden die Wahlhelfer mit Masken, Desinfektionsmitteln und Handschuhen versorgt.

Wer Wahlhelfer werden darf

Wahlhelfer sind ehrenamtlich tätig. Die Kommunen können jeden dazu auffordern, der wahlberechtigt – also Deutscher ist oder die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzt – und über 18 Jahre alt ist sowie seit mindestens sechs Wochen in der jeweiligen Gemeinde oder Stadt lebt. Wer sich für das Ehrenamt abmelden möchte, muss dafür einen wichtigen Grund vorweisen können. Interessierte können sich bei den Kommunen auch freiwillig als Wahlhelfer melden.  (ter)

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