Verurteilte hatten Berufung eingelegt

Noch kein Urteil im Posträuber-Prozess: Verteidiger muss erst noch die Akten lesen

Kassel/Witzenhausen. Die Berufungsverhandlung zum Postraub in Nordhessen und Südniedersachsen ist vorerst geplatzt.

Ende März hatte das Eschweger Amtsgericht zwei Männer zu je zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie in vier Post-Filialen in Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen, Göttingen und Hann. Münden eingebrochen sein und dabei knapp 800 Euro Bargeld erbeutet hatten sollen.

Gegen diese Strafe hatten die heute 29 und 46 Jahre alten Männer aus Witzenhausen und Duderstadt Berufung eingelegt, die gestern vor der 9. Strafkammer des Landgerichtes Kassel verhandelt wurde.

Allerdings nur sehr kurz: Hans Meyer-Mews (Bremen), Verteidiger des 46-jährigen Angeklagten, beantragte erfolgreich eine Aussetzung des Verfahrens, weil er keine Möglichkeit zum Aktenstudium gehabt habe.

Richter Liebermann gab dem nach einiger Diskussion statt. Der Anwalt hatte beim Amtsgericht Eschwege nach dessen Urteil die Akteneinsicht eingefordert, allerdings waren ihm die Unterlagen nicht zugänglich gemacht worden. Die sieben Zeugen sollen nun zum neuen, noch nicht feststehenden Termin geladen werden.

Im ersten Verfahren vor dem Amtsgericht hatten die Verteidiger der beiden Männer auf Freispruch plädiert, die Staatsanwaltschaft für den Jüngeren auf zweieinhalb und den Älteren auf drei Jahre Haft.

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