Noch keine Hinweise

Polizei in Witzenhausen ist auf Zeugenhinweise zu Sprayern angewiesen

Graffiti Altes Aldi Witzenhausen
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Großflächig beschmiert: So sieht der alte Aldi-Markt in Witzenhausen derzeit aus.

Knapp eine Woche, nachdem an zehn Stellen in der Witzenhäuser Innenstadt großflächige Graffiti aufgetaucht sind, gibt es noch keine Hinweise auf die Täter.

Witzenhausen – Wie Polizeisprecher Alexander Först berichtet, waren keine Zeugenhinweise eingegangen: „Anderweitige Ermittlungsergebnisse liegen den Kollegen noch nicht vor.“ Damit wird es sehr schwer, die Täter zu fassen. Laut Först gab es in der jüngsten Vergangenheit keinen Fall, bei denen ein Sprayer auf frischer Tat ertappt worden ist. Die Ermittlungen im Nachgang seien schwierig, man sei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, sagt Först. Immerhin: 2018 und 2019 seien insgesamt acht Tatverdächtige für Fälle von Sachbeschädigung durch Graffiti in Witzenhausen ermittelt worden. Für 2020 liegen noch keine Zahlen vor.

Die Polizei ermittelt im aktuellen Fall von Amts wegen – wegen der Vielzahl der Fälle, den politischen Inhalten und weil auch das Kriegerdenkmal im Stadtpark besprüht wurde. An öffentlichen Denkmälern, Grabmälern, Naturdenkmälern oder Gegenständen der Kunst seien Graffiti als „Gemeinschädliche Sachbeschädigung“ gesondert unter Strafe gestellt, so Först. Den Tätern drohen bis zur drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe. Im Fall von Sachbeschädigung mit besonderem öffentliche Interesse können zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe verhängt werden.

Ein Witzenhäuser Rechtsanwalt hat unterdessen wegen der Graffiti Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Das bestätigt Först. Die Witzenhäuser Polizei sei aber längst tätig geworden, eine gesonderte Anzeige sei somit nicht nötig gewesen. Da bei der Sachbeschädigung an Denkmälern die Öffentlichkeit betroffen ist, könne das eigentlich jeder Bürger anzeigen. (fst)

Hinweise: Tel. 0 55 42/9 30 40

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