Denkmal erhalten

20.000 Euro als Nothilfe: Unterstützung für Gasthaus Zur Krone in Witzenhausen

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Vor dem Gasthaus Zur Krone in Witzenhausen: Ortskuratorin Veronika Kühnapfel von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (links) und Serkan Kalayci vom Regionalbüro Nord von Lotto Hessen (rechts) ließen sich von den Eigentümern Silke Kirst und Christof Wanderer die anstehenden Arbeiten an dem Denkmal erläutern.

20.000 Euro bekamen Silke Kirst und Christof Wanderer, um ihr altes Fachwerkhaus am Kespermarkt in Witzenhausen, den Gasthof Zur Krone, als Denkmal zu erhalten.

Es ist ein „kleiner Tropfen“, wie Veronika Kühnapfel sagte, aber gleichwohl hochwillkommen. Das Geld soll zum Instandsetzen des Daches und der Fassade dienen. Reparaturen sind dringend notwendig, nachdem durch eine undichte Dachdeckung und mangelhafte Dachentwässerung über die Jahre Nässe in das Fachwerkhaus eindrang. Die Schäden an der Dachkonstruktion sowie an Decken und Böden im zweiten und dritten Obergeschoss sind nicht zu übersehen. Auch das Fachwerkgerüst weise statische Schäden auf und der Putz bröckele, wie Pressesprecherin Dr. Ursula Schirmer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mitteilte.

Veronika Kühnapfel, die Ortskuratorin Werratal der DSD, besuchte jetzt das ihrer Aussage zufolge bedeutende Haus gemeinsam mit Serkan Kalayci vom Regionalbüro Nord von Lotto Hessen, um sich die anstehenden Erhaltungsarbeiten erläutern zu lassen. Der Gasthof Zur Krone ist eines von mehr als 210 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Geld von der Glücksspirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.

Vor zwei Jahren erwarb eine vierköpfige Eigentümergemeinschaft das imposante Fachwerkgebäude, seit Anfang des Jahres setzen nur noch Silke Kirst und Christof Wanderer das Haus schrittweise instand. Wofür das Paar aber auch prädestiniert ist: Sie ist Verkäuferin für Lehmbaustoffe, er Restaurator im Zimmerhandwerk.

Nach umfangreicher Instandsetzung, wofür aber noch eine sechsstellige Summe investiert werden muss, soll der Anfang des 17. Jahrhunderts entstandene Bau mit zuletzt weitgehend ungenutzten Obergeschossen nicht nur als Gasthof dienen, sondern auch für Büros, Veranstaltungsräume und Wohnungen genutzt werden können.

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