Einziger Kreis ohne Corona

17 Fälle in Nordhessen - zahlreiche Veranstaltungen fallen aus

Bisher gibt es keinen bestätigten Fall einer Corona-Infektion im Werra-Meißner-Kreis. Er ist damit der einzige verbleibende Kreis in Nordhessen ohne Corona - zahlreiche Veranstaltungen wurden abgesagt. 

Der Werra-Meißner-Kreis ist der einzige nordhessische Landkreis ohne einen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Laut einer Mitteilung des Hessischen Sozialministeriums gibt es in Stadt und Landkreis Kassel sechs Fälle, im Kreis Waldeck-Frankenberg vier und im Schwalm-Eder-Kreis einen (Stand: Donnerstag, 14 Uhr). Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurde am Donnerstag bei sechs Personen eine Infektion nachgewiesen. Alle wiesen nur milde Symptome auf und stünden unter häuslicher Quarantäne, so Landrat Dr. Michael Koch. Fünf Betroffene waren im Urlaub in Südtirol, einer auf Geschäftsreise in Bayern.

Im Werra-Meißner-Kreis gibt es am Freitagmorgen ein Krisengespräch von Landrat Stefan Reuß und den Bürgermeistern, nachdem das Hessische Sozialministerium am Donnerstag Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern verboten hat.

Pflanzenmarkt, Konzerte und Synode fallen aus

Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren, wurde in Witzenhausen der Pflanzenmarkt im Tropengewächshaus (26. April) abgesagt. Kuratorin Marina Hethke: „Es tut uns leid um all die Pflanzen, die bereits angezogen sind, leid um die Aussteller, Gäste und die wunderbare Veranstaltung.“ Auch Führungen und Infonachmittage finden im Tropengewächshaus vorerst bis zum 22. März nicht statt. Ebenfalls gestrichen wurde das Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters Hannover am 19. März in Wehretal-Reichensachsen. Auch die Auftaktsynode des neuen Kirchenkreises Werra-Meißner, auf der am Samstag in Trubenhausen der neue Präses, der neue Synodal- und Kirchenkreisvorstand gewählt werden sollte, wird wegen des Coronavirus auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, betont das Dekanat.

Bereits am Montag ist eine Reisegruppe aus Südtirol nach Großalmerode zurückgekehrt, wie eine Kreissprecherin auf Anfrage berichtet. Die Reisenden gälten als „Kontaktpersonen der Kategorie II“ und haben laut der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts ein geringeres Infektionsrisiko. Ihnen werde eine Kontaktminimierung angeraten, eine Quarantäne noch nicht angeordnet: „Sollten Rückkehrer innerhalb von 14 Tagen Erkältungssymptome zeigen, sollen sie sich beim Hausarzt oder der Tel. 116 117melden, um eine Diagnostik in die Wege zu leiten.“

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