„Oma hat sich riesig gefreut“

Witzenhausens Kirschenkönigin Stina I. ist ihrer Heimat sehr verbunden

Freut sich darauf, ihre Stadt zu präsentieren: Kirschenkönigin Stina Brüchmann auf dem Marktplatz in Witzenhausen.
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Freut sich darauf, ihre Stadt zu präsentieren: Kirschenkönigin Stina Brüchmann auf dem Marktplatz in Witzenhausen.

Stina I. ist Witzenhausens neue Kirschenkönigin.

Witzenhausen – Stina Brüchmann ist schon zwei Mal mit dem Fallschirm abgesprungen. Sie spielt Fußball, hat drei große Brüder, kann mit der Zunge ihre Nasenspitze berühren – das können nur wenige Menschen – und sie isst gerne Königsberger Klopse. „Aber nur die von Oma, denn die sind einfach die besten“, sagt sie.

Seit der diesjährigen Kesperkirmes ist Stina Brüchmann außerdem Witzenhausens 54. Kirschenkönigin. Ihr zur Seite stehen die Kirschenprinzessinnen Martha, Samira und Antonia. Beim Erntefest soll sie offiziell in ihr Amt eingeführt werden, die Krönung fand bereits statt.

Grund genug für uns, die neue Repräsentantin der Stadt vorzustellen: Stina Brüchmann ist 23 Jahre alt und in Neu-Eichenberg geboren. Mittlerweile wohnt sie in Göttingen, wo sie als Assistenz des Vorstands beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim arbeitet. Außerdem besucht sie die Abendschule und nimmt dort an einem Lehrgang zum staatlich anerkannten Betriebswirt teil.

„Reisen, Sport, Natur“ fasst Stina ihre Hobbys zusammen. Seit sie ein kleines Mädchen war, spielt sie Fußball beim FC Hebenshausen. Auch mit Wandern und Kartfahren beschäftigt sich die 23-jährige in ihrer Freizeit gerne. Außerdem malt Stina gerne Bilder. „Am liebsten Landschaften“, sagt sie. Und sie liest gerne Romane. „Vor allem die kitschigen.“ Ihr Lieblingsfilm ist Forrest Gump.

Eigentlich hätte sie sich gerne schon früher für das Amt der Kirschenkönigin beworben, erzählt Stina I., zwei Jahre lang hat sie aber in New York gelebt und dort als Au-pair-Mädchen gearbeitet. Am meisten hat ihr außer Familie und Freunden während dieser Zeit deutsches Brot gefehlt, bis ihre Gastmutter in der US-amerikanischen Millionenmetropole eine deutsche Bäckerei ausfindig machen konnte.

Die Zeit in den Staaten habe ihr gut gefallen, sagt sie. Gerne wäre sie auch noch länger geblieben, ein Trip nach Hawaii war schon geplant, der Flug gebucht, als Corona ihr Abenteuer frühzeitig beendete. Zurück in der Heimat war es Zeit für eine neue Herausforderung und so ging die Bewerbung für das Amt der Kirschenkönigin raus: mit Erfolg. Am 11. Juli wählten eine Jury und die Witzenhäuser sie zur Nachfolgerin von Sophia I..

„Meine Oma hat sich riesig gefreut“, berichtet Stina Brüchmann. Sie freut sich auch über die gewonnene Wahl und auf ihre neuen Aufgaben: „Ich finde es toll, Menschen zum Lächeln zu bringen“, sagt sie. „Vor allem Kinder.“

Auch wenn es wegen der Corona-Pandemie keine Amtszeit wie jede andere werden wird, will sie ihr Bestes geben, um Kontakte zu knüpfen und ihre Heimat zu präsentieren. Aber eine Sache macht ihr ein klein wenig zu schaffen: „Ich habe wirklich großen Respekt vor diesem wunderschönen Kleid, es ist lang und schwer und ich will es auf keinen Fall kaputt machen.“ (hbk)

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