Wollen keinen Gestank

Ortsbeirat Kleinalmerode lehnt Antrag auf Bau eines Rinderstalls auf dem Schäferberg ab

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Großes Interesse: 70 Besucher kamen zur Ortsbeiratssitzung in Kleinalmerode. 

Soll nach dem gescheiterten Versuch zum Bau einer Hühnerfarm jetzt ein großer Rinderstall in exponierter Lage in Kleinalmerode gebaut werden? Dieses Gerücht macht bereits seit Wochen die Runde und wurde nun im Ortsbeirat ausführlich erörtert und schließlich abgelehnt.

70 Besucher, darunter auch der Antragsteller und Magistratsmitglied Reiner Winkler, waren zur ersten Ortsbeiratssitzung im neuen Jahr gekommen, um dort mehr zu erfahren und ihre Bedenken zu äußern.

Zu Beginn erläuterte Ortsvorsteher Marko Werner, warum es zu der verspäteten Beteiligung der Bürger gekommen war, und verwies darauf, dass im Vorfeld bereits eine Stellungnahme des Ortsbeirates abgegeben wurde. Nach der zum Teil emotional geführten Debatte, in der auch der Antragsteller zu Wort kam, wurden die Bedenken nochmals konkretisiert. Diese sollen nun zügig an die Stadt übermittelt werden. Denn die muss bis zum 22. Januar eine Stellungnahme an den Kreis abgeben.

Geplanter Standort Rinderstall

Mit dem Bau des Stalls für 80 Rinder auf dem höchsten Punkt am Schäferberg nördlich von Kleinalmerode werde der Dorffrieden erheblich gestört, befürchten die Gegner. „Das zeigt schon das große Interesse und die vorgebrachten Bedenken in dieser Versammlung sowie eine Unterschriftensammlung gegen das Vorhaben“, sagte ein Bürger. Die Bemühungen mit der geplanten Begegnungsstätte, die Bewohner des Dorfes enger zusammenwachsen zu lassen, würden mit dieser Maßnahme konterkariert. Es seien erhebliche Emissionen und Geruchsbelästigungen zu befürchten, da die Bebauungsgrenze lediglich 90 Meter entfernt sei. Zudem wurde der Plan kritisiert, an der Einfahrt zum Rinderstallgrundstück ein Kadaverplatz anzulegen, wo verendete Tiere bis zur Abholung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt lagern sollen. Dieses locke 90 Meter von der Bebauungsgrenze neben Fliegen und Insekten auch Wildtiere an und stelle eine zusätzliche Gefahr und Belästigung für die Bewohner dar, befürchteten einige Kleinalmeröder.

Darüber hinaus soll an der exponierten Stelle mit der schönsten Aussicht vom Schäferberg ein Rastplatz mit Panoramatafel für den geplanten Premiumwanderweg P 25 rund um Kleinalmerode aufgestellt werden. Der Rinderstall und die neue touristische Vermarktung passten nicht zusammen, zumal durch den verstärkten Verkehr mit schweren Fahrzeugen der Wegezustand verschlechtert werde, fürchteten einige Bürger. Bereits früher sei der Antragsteller negativ im Umgang mit seinen Tieren aufgefallen, wurde berichtet. Seine Rinder brächen öfter aus und seien allein in der Gemarkung unterwegs. Dazu sagte der Antragssteller nichts.

Weiter teilte Werner mit, dass die Landesstraße nach Roßbach in 2020 eine neue Fahrbahndecke erhalte. Für Reparaturarbeiten an der Außenfassade des Bürgerhauses sollen in diesem Jahr, vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes, 15 000 Euro bereitgestellt werden. 

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